Alea iacta est

Die Schlacht in der Dämmerung, der Kampf um Nowigrad, Äquinoktiumskrieg, Equinox Inferno, das Blutäquinoktium - später werden die Ereignisse rund um den 28. September 1278 unterschiedlich benannt und noch unterschiedlicher wiedergegeben, je nachdem Auf welcher Seite der Barde stand oder welchen Aspekt er betonen will - und noch lange Jahre später werden die Ereignisse dieses Tages in Balladen aufgeführt und als Beispiel herangezogen. Für sehr vieles...
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Allain
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Die Detonation brandete über ihn hinweg wie ein warmer Sommerwind.
Nur lauter. Ein wenig drängender vielleicht, aber nicht unangenehm.
Die Druckwelle strich über seine Haut, trug den Geruch von Rauch, Staub und aufgerissenem Fleisch mit sich, und für einen kurzen Moment schloss Allain die Augen, als würde er sie genießen.
Als er sie wieder öffnete, rollte ihm ein Präsent vor die Füße.
Es kam stolpernd, taumelnd aus dem Chaos, fand kaum Halt zwischen Schutt und Blut, und der erste, unüberlegte Angriff Allains ging ins Leere.
Es wich aus. Allain lachte leise.
„Interessant.“, murmelte er, während sein Blick das Gesicht musterte, das sich ihm bot.
Ganz sein Geschmack.
Nun gut—eigentlich war alles sein Geschmack.
Aber dieses hier…mit diesem hier würde er spielen.
Sein Grinsen wurde breiter, als er den Kopf leicht schief legte, als betrachte er ein besonders interessantes Stück Arbeit.
Ob er es wohl umgestalten konnte? Langsam begann er sich zu bewegen.
Kein Angriff. Noch nicht. Ein Wiegen, ein Kreisen, ein leises Gleiten über den blutnassen Boden—ein Balztanz, beinahe anmutig, der den Raum zwischen ihnen spannte wie eine unsichtbare Saite.

Links angetäuscht.
Eine Drehung, fließend, beinahe elegant.
Mittig angetäuscht, nur ein Hauch von Bewegung.
Ein kurzer Rücksprung.
Er spielte.
Mit Abstand.
Mit Erwartung.
Mit Angst.
Und dann…setzte er an. Nicht, um zu töten. Noch nicht.
Die Klinge zerteilte die Luft, wollte Formen verschieben, das noch verborgene freilegen.
Allain wollte Spaß. Erst den einen. Dann den anderen.
Das Leben war dabei… zweitrangig.
Und beim darauffolgendem Spaß war ein Puls nicht zwingend notwendig.
Und irgendwo hinter seinem Grinsen lag eine tiefgehende, überhebliche Selbstzufreidenheit.
Als hätte er gerade ein besonders schönes Spielzeug gefunden.
Meins!
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Emyja
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Sie hatte sich wieder vom Tor zurück gezogen, bildete jetzt mit Reserven und Nachhut eine Linie zwischen den großen Schleudern. Hinter dieser Linie kamen nur noch die Heiler Rhiaennas, deren mutige Leute auf dem noch immer brennenden Feld zwischen dieser letzten Linie und der Stadtmauer hin und her eilten, um Verletzte zu bergen und außer reichweite der Schützen auf den Mauern zu schleppen. Hinein in die Reste des Verhüllungszaubers, den Emyja um ihrer aller Anrücke gewebt hatte. Noch war er nicht ganz zerfallen und nun, da sie wieder näher an dieser Seite ihrer Schlachtordnung war, verstärkte sie ihn wieder etwas, um den verborgenen Geistern Schutz vor den Augen der Wachen zu bieten. Die Hexe selbst war noch nicht wieder ganz geheilt, doch die Magie, die aus der Erde und dem Blut der Gefallenen zu ihr floss, behob die Schäden rasant. Sie ließ die Arme locker an den Seiten herab hängen, den kopf leicht in den Nacken geneigt, die Augen halb geschlossen. Das Blut auf ihrer Wange war zu einer bräunlichen Kruste getrocknet, das Auge darüber regenerierte sich zusehends.
Sie brauchte es nicht, um zu sehen. Sie floss mit der Energie, reichte hinaus in das Geflecht der Welt und der Lebenden, die ihr angehörten. Jeder zog einen Faden hinter sich her, dem sie nachspüren konnte. In jedem Faden wob sich eine Geschichte, geschrieben in der Tinte reiner Emotionen. Emyja las eine jede mit Wonne, egal ob es die Agonie der Verletzten und Sterbenden hinter ihren Reihen, die verbissene Entschlossenheit dort vorn in der Bresche oder nackte Angst und Verweiflung war. Dort jenseits des zerstörten Tores, gar nicht weit, fühlte sie das Chaos ihres neuesten Bluthundes. Lodernder Widerspruch aus Gier, Leidenschaft, Freude und Hass. Sie hielt ihn nur noch an einer sehr losen Kette, nun, da er im Inneren war und durch seine bloße Anwesenheit ihrem Ziel dienlich. Umso deutlicher spürte sie das Aufflammen dieses Gefühls von Habenwollen, Besitzenwollens - den Wahn des Zerstörens und Neu schaffens. Einen Moment lang badete sie darin, verzog ihre Lippen in einem Spiegelbild seines Lächelns. Dann wandte sie sich für den Moment ab.
Wenn sie weiter hinaus griff, fühlte sie Kolja wie eine lodernde Flamme inmitten all der kleineren Lichter. Ihre Finger zuckten, weil sie sie in dieses Feuer hinein tauchen wollte, selbst davon kosten. Sie fühlte seinen Hunger auf Blut, seinen Schmerz und noch immer seine Fragen. Oh immer diese Fragen! Es war zu spät dafür. Die Antwort lag allein in seiner Hand und darum strich sie all die Zweifel beiseite, als würde sie ihm wie so oft auf alt vertraute Art über die Wange streichen. Am Ende würde alles klar sein.
Wie stark das Band zu ihm doch war. Viel stärker als all die feinen Fäden, die sie sonst hielt... Tor'aine, mein Herz, vergiss nicht. Der Turm ist das Ziel - ich treffe dich da... Er war weit. Fraglich, ob er ihr Flüstern hörte.
Wer sie gehört hatte, war überraschend der Mensch gewesen, den sie ihrem Widersacher zuordnete und er hatte willig ihren Befehl angenommen. Nun sandte sie ihm Kagha, der ihn mit sich zu Tihana nehmen sollte. Dort waren einige Fäden gerissen und die Elfe würde Nachschub brauchen bei ihrem Vorhaben.
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Pandora
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Gut, Haken dran, dieser Typ war scary. Und wie immer, wenn Jordan vor etwas Angst verspürte, wurde sie innerlich eiskalt und hart. Stählern in dem Willen, dem nicht nachzugeben, weil sie es sich nicht erlaubte. Niemals abwenden, niemals nachgeben. Die ewige Selbstdisziplin. Was dich nicht tötet, macht dich härter und DER Kerl war definitiv darauf aus, sie zu töten. Mit Freuden. Scheiße. Was war das für ein Hurensohn? Ihr geistiges Karteisystem sortierte ihn irgendwo zwischen Vietkong und einem fucking Marine mit zu dicken Eiern ein, sodass sie etwas hatte, woran sie sich festbeißen konnte. Weg mit Ängsten.
Der Schreck, als er plötzlich nicht mehr spielte, sondern mit der Klinge nach ihrem Gesicht stieß, war dennoch gut. Mehr Glück als Verstand war es, das dafür sorgte, dass Jordan eben jene (vielleicht nicht hübsche, aber doch lieb gewonnene) Visage aus dem Weg der Klinge zu rucken. Rückwärts, sodass das Visier ihres Helms herunter klappte und ihr fast die komplette Sicht raubte. Schützte dafür. Verdammter Vadim und sein Bestehen darauf, dass sie das Ding aufzog. Gott segne ihn. Jetzt rettete es sie vor einem verbreiterten Grinsen, auch wenn sie fast nichts mehr sah durch diesen Briefschlitz. Außerdem waren die Geräusche dumpfer, als säße sie in einer Dose.
Egal. Fokus.
Ihr nicht erwählter Gegner verschwand aus ihrem ohnehin schmalen Sichtfeld, seitlich um sie herum und es war einmal mehr Intuition und Muskelgedächtnis, welche sie retteten. Jordan duckte sich im richtigen Moment nach unten und wich zur Seite aus, drehte sich in der gleichen Bewegung um ihre Achse, bis der Elf wieder im Sichtbereich des Briefschlitzes erschien, die Arme noch erhoben, als wolle er etwas vor sich greifen.
Bloody Bastard.
Jordan nahm den Schwung aus ihrer Drehung mit und ließ das Schwert am langen Arm die Kreisbewegung weit ausholend nachvollziehen. Wo genau sie den Elfen passieren würde, war dabei zweitrangig, Hauptsache treffen. Irgendwas. Denn eines war ihr in den ersten Minuten dieses Hauen und Stechens schmerzhaft klar geworden: wen sie nicht aufschlitzte, der schlitzte sie auf und zwischen all diesen Gestalten aus Film und Freilichtmuseum, war sie mit dem Schwert ein Kind. Jeder hier konnte mit einem Buttermesser besser umgehen.
Die Notwendigkeit der Welt.
Könnte der Elf mit den Segelohren fliegen, wären sie wieder gleich auf, aber so musste Jordan einfach sehen, wie sie mit den Eiern an der Wand blieb. Simple as that.
Sie knirschte mit den Zähnen, als ihre Klinge den Elfen zwar streifte, der aber wieder zu schnell und agil auswich. Immerhin eine Schmarre auf dem, was er als Rüstung trug. Nah genug, um ihm vielleicht das überhebliche Feixen aus der Fresse zu wischen. Warnung genug, dass er kein leichtes Opfer vor sich hatte.
Sie verkaufte ihre Haut so teuer sie konnte.
Und wo waren eigentlich ihre Flügelmänner, wenn man sie brauchte? Die Explosion hatte sie verstreut und Jordan keine Ahnung, was mit den anderen war.
Keine Zeit darüber nachzudenken.
Schwert heben, Krone, ähm Helm, richten, Füße nicht vergessen.
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Allain
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Hatte er sich etwa überschätzt?
Das Brennen in seinem Bauch beantwortete die Frage mit überraschender Klarheit.
Allain machte einen kleinen Schritt zurück, mehr aus Neugier als aus Notwendigkeit, und ließ den Blick an sich hinabgleiten.
Keine Gedärme, die sich auf das Pflaster ergossen.
Kein aufgerissener Leib
.
Nur Blut.
Und ein Schmerz, der sich… überschaubar hielt.
Ein Kratzer. Ärgerlich.

Sein Blick lingerte einen Moment auf der beschädigten Stelle seiner Kleidung. Das Leder, das man ihm zugeteilt hatte, hatte ihm gefallen. Es betonte seine Brustmuskeln so schön, trotz seines groben Schnitts.
Allain verzog die Lippen und entblößte ebenmäßige Zähne zu einem Grinsen, in dem sich Mordlust und leise Bosheit mischten.
Interessant. Das Weib war gut gerüstet.
Vor allem der Helm. Altmodisch, wuchtig, beinahe unbeweglich.
Ihr Vorteil?
Oder eher seiner?

Langsam begann er, sie zu umkreisen.
Nicht hastig.
Nicht vorsichtig.
Tänzelnd.
Fast wie ein Bräutigam beim ersten Tanz, der noch nicht ganz weiß, ob er führen oder sich führen lassen soll.
Diese Bewegung kannte er.
Er hatte sie sich einmal bei einem Mitstreiter abgeschaut.
Wie hatte der sich genannt? Klinge der Grenzen…?
Allain runzelte kurz die Stirn, dann huschte ein flüchtiges, amüsiertes Aufblitzen über sein Gesicht.
Er hatte ziemlich dämlich geschaut, als der Dolch…
Nun ja.
Andere Geschichte.

Allain trat näher.
Ein Ausfallschritt, fließend, beinahe beiläufig…
und seine Klinge suchte sich ihren Weg zwischen Schiftung und Rückenpanzer, dorthin, wo mehr als genug Raum war, um Fleisch zu finden.
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Emyja
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Mitten hinein in ihr Lauschen, regte sich das Artefakt, dessen Gegenstück ihr über die Wochen und Monate zur Kommunikation mit Tihana gedient hatte. Emyja griff die kleine Schatulle und hörte den Worten der Elfe zu, die nicht an sie gerichtet zu sein schienen, sondern an einen Wachmann. Unbewegt blieb das Gesicht der Hexe, ihre Lippen geschlossen. Sie hatte schnell verstanden, dass Tihana in einer Sackgasse stecken musste, sonst würde sie das Risiko nicht eingehen, das Kästchen vor Zeugen zu benutzen. Emyja beeilte sich, dem feinen magischen Faden zu folgen, der die Artefakte verband, um eine Hand voll Zuversicht über der Elfe auszuschütten und dem sicheren Gefühl, dass man sie nicht vergessen hatte. Das Hilfe nahte und sie nur Geduld haben musste. Es waren weniger klare Worte oder Gedankenkonstrukte, eher eine Art Eingebung, die allerdings von außern kam und klar den warmen Hauch mit sich brachte, der Emyjas Handschrift trug.
Kaum löste sich die Verbindung auf, suchte sie nach Kagha und dem Menschen. Zeit dafür zu sorgen, dass sie das Gefühl nicht los wurden, die Zeit dränge. Das die Wurzel all des Übels im Rathaus sein musste. Für Emyja war es schwer, klare Konstrukte zu übermitteln, was und wo zu geschehen hatte, denn letzten Endes manipulierte sie nur Emotionen. Kagha kannte seine Befehle und den Menschen würde der Vran einfach mitziehen. Was dann vor Ort geschah, blieb den beiden überlassen und entzog sich ihrer Kontrolle. Im Grunde war es auch gleich, Hauptsache das Resultat wäre das erwünschte.
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Avarion DeSpaire
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Von: Stimmen in der Nacht
Datum: 28.09.1278 nachts
Betrifft: Wer sich am Tor noch aufhält
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Die Straße war ruhig, dunkel und irgendwie friedlich. Lediglich das unheilvolle leuchten am nächtlichen Horizont deutete auf das Grauen hin, was dort lauerte. Mit jedem Gebäude was Ion passierte wurden auch die Geräusche lauter. Wurde der Schall des Kampflärms noch durch die vor ihm liegenden Gebäude gedämpft, so empfing ihn das volle Ausmaß als er auf den Platz vor dem Tor trat.
Was erwartet man, wenn der Krieg oder eine Schlacht auf einen Wartet. Es ist egal wie schlimm man es sich vorstellt, es tatsächlich zu sehen, ist schlimmer. Für Ion war der moment wie ein Schlag ins gesicht, als er das Tor und den Schauplatz sehen konnte. Gerade noch in einer ruhigen, unversehrten Gasse und dann trat er auf die Straße und die Verwüstung begrüßte ihn. Das Tor durfte man nicht mehr Tor nennen. Feuer, Rauch und Schreie, sowohl Kampf als auch Sterbelaute, begrüßten Ihn. Die Farben des Feuers, rot und grün. Ion wusste sofort was das bedeutete. Das Serrikanische Feuer war benutzt worden. Ein Vorteil genutzt um die Schlacht zu Gunsten einer Seite zu beeinflussen.
Es drangen feindlich gesonnene Leute und Wesen ein. Dann stand da eine Gerätschaft in der Nähe des Tores, was wie eine Geschossvorrichtung aussah, entworfen von einem irren Goblin seiner Welt. Drum herum, Tod, Sterben und Kampf. Ion orientierte sich, wer wo war und wichtiger, der war Freund und wer war Feind. Zum Glück erkannte er die Hunde des Freiherrn sofort an ihrer Rüstung und alles was nicht wie ein normaler Zweibeiner aussah als Feind. Erschrecken konnte ihn davon zum Glück nichts, dafür war das nicht sein Erster Krieg und wohl auch nicht sein letzter.
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Vyacheslav Sokolov
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Lebenslauf: Slava

Gerade sah Slava nicht, wer Pan bedrohte und er kam auch nicht dazu, die Nachrichten auf seinem PDA zu lesen. Dabei hatte er ihn, aber auf stumm gestellt, und 'nicht stören' das sparte auch Akku. Ob es etwas geändert hätte? Vielleicht nicht, er konnte sich jetzt nicht um Einzelschicksale kümmern und antworten ohnehin nicht, Unaufmerksamkeit war hier gerade ein Todesurteil wie ein junger Elf lernen musste. Allerdings war der Lerneffekt nicht von Dauer. Er entfernte sich Rückwärts vom Geschehen, direkt auf Slava zu, seine Aufmerksamkeit galt den Nachrückenden und Slava hatte genug Zeit ihm sein Messer in die Kehle zu rammen, das war am sichersten. Der Torso war mit Leder gepanzert, das lenkte Stiche ab und manchmal überlebten die Opfer.
Der Elf nahm mit ins Grab was er eben gelernt hatte, doch ihm würden weitere folgen...
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Pandora
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Lebenslauf: Pan

Das Problem an jeder Art Rüstung: sie brauchte Löcher. Für Kopf, Arme, Beine. Das war in jedem Zeitalter ein Fakt. Und je unflexibler das Material, desto größer die Löcher. Und diese Rüstung war so steif wie Vadims Schwanz beim Gedanken ans Passiflora. Entsprechend die Größe der Löcher und der Metaphern dazu. Hinzu kam ein Gewicht, an das Pandora sich in den letzten Wochen zwar angenähert, aber noch nicht in jeder Situation gewöhnt hatte. Ihr Körper heilte, baute auf, aber auf dem alten Stand war er längst noch nicht und würde er vielleicht auch nie wieder kommen. Für den Schwung mit dem Schwert, einhändig, brauchte sie also den anderen Arm zur Balance. Bad habits, die Vadim ihr mehr als einmal mit einem schmerzhaften Treffer unter die Achsel auszutreiben versucht hatte.
Versucht, doch im E-Fall, ringend um sicheren Stand, unterlief ihr der Fehler natürlich wieder. Und diesmal war es kein freundschaftlicher Knuff mit blauem Fleck als Resultat. Diesmal war es eine scharfe Klinge, die die Öffnung zwischen den Platten und den Spalt zwischen Ärmel und Rückenteil des Kettenhemdes fand. Viel zu leicht drang das Metall durch den Stoff, die Wattierung, noch mehr Stoff und schließlich ihre Haut. Hinein in Gewebe und Blutgefäße, Sehnen und Nerven, über Knochen schrammend.
Vor Überraschungen, Schock und Schmerz vergaß Jordan sogar eine Unmutsbekundung von sich zu geben. Es langte nur zu einem "Oomphf.", als die Wucht von Einschlag und Schmerz ihr die Luft aus den Lungen trieben.
Ob es nun klug war, sich weg zu drehen und damit die Klinge in der Wunde zu verwinden, bevor sie heraus glitt, darüber konnte man streiten oder es lassen. Der Schmerz war höllisch.
"Bloody Bastard.", knirschte sie diesmal durch die Zähne und schlug mit dem noch immer halb erhobenen Schwert in blinder Wut in seine Richtung. Verrecken sollst du, Hurensohn.
Die blind, aber dafür mit Schmackes geführte Klinge biss sich irgendwo fest und damit war Jordans Energie auch aufgebraucht. Der Treffer ließ ihren linken Arm rasant taub werden und jeder Atemzug war ein Fest für Freunde des intensiven Schmerzes. Sie hatte schon viel erlebt, von gebrochenen Knochen bis Einstichen und Verbrennungen, aber es war immer wieder beschissen. Lähmend. Sie konnte förmlich fühlen, wie das Futter sich mit ihrem Blut voll sog.
So war das, Captain. Krieg auf Distanz von weit oben ist eben doch eine andere Nummer. Hatte der scheiß Marine recht gehabt und das Armdrücken trotzdem verloren.
Konzentrier dich! Der ist Futter für die Würmer. Du lebst noch.
Noch. Stichwort.
Sie hatte NOCH das Schwert in der Hand, riss es zurück und hoch, schräg vor den Körper. Aber es zitterte. Nicht vor Angst, sondern weil es plötzlich so sauschwer geworden war.
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ERZÄHLER
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Ein Elf fiel, weil er unaufmerksam war, aber die Kommandos waren niemals wirklich allein unterwegs und sein Fall blieb nicht unbemerkt. Außerdem hatte sich bei einigen der näher im Torbereich kämpfenden Eichhörnchen das Bild desjenigen eingebrannt, der es gewagt hatte, auf Deithvirid zu schießen. Eng durchdrungen von deren teleempathischen Geflecht kannten sie nur Wut und den Wunsch auf Vergeltung, weswegen der Tod des Einen die Aufmerksamkeit in eben jene Richtung lenkte und gleich acht Augenpaare erkannten, wer da so flink mit dem Messer war. Eine Dryade legte mit ihrem Bogen an, weitere Dryaden und Elfen rückten mit gezogenen Schwertern vor und kämpften sich durch die nach der Explosion dezimierten Verteidiger. Und dann war da die Lücke und die sichere Hand einer Dryade, die niemals fehlte. Der Pfeil ging in einer fast geraden Linie von der Sehne und das Ziel war klar - der dreiste Mensch. Der Schütze.
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Avarion DeSpaire
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Zeit zu handeln. Die heranrückenden Angreifer mussten aufgehalten werden und die Verteidiger unterstützt. Sein Blick fiel auf die Dryade, die den Bogen gehoben hatte und auf jemanden Zielte. Auf die Schnelle erkannte Ion nicht wer genau dem tödlichen Geschoss zum Opfer fallen sollte. Der Pfeil verließ die Sehne und flog los. Egal wie schnell Ion nun reagieren würde, diesen Pfeil konnte er nicht mehr aufhalten. Also hieß es zu verhindern, das ein weiterer flog, oder noch mehr.
Und es gab keine Zeit für Befindlichkeiten. Zuerst die Fernkämpfer, dann der Nahkampf. Er fixierte die Dryade mit Blicken, fühlte in die Umgebung, murmelte ein paar fremdartig klingenden Worte und vollführte eine über Jahre in Fleisch und Blut übergegangene Bewegung mit den Händen.
Feuer gab es schon zu genügend. An Häusern, Fuhrwerken, Körpern und so war es nicht schwer dieses zu überzeugen einem magischen Leitfaden zu folgen und an der Dryade empor zu kriechen. Dort fing es mit Freuden an die Kleidung in Brand zu setzen. Erst die Hosen dann die Oberbekleidung. An den Armen entlang bis zum Bogen. Erst brannte es langsam, aber auch unaufhaltsam, denn er wurde zu Anfang magisch ernährt. Hatte es erst einmal Nahrung gefunden brannte es von alleine weiter, und nährte sich an dem, was es fand.
Zuletzt geändert von Avarion DeSpaire am Donnerstag 23. April 2026, 10:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Allain
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Sie hieb nach ihm, mit so viel Kraft sie konnte, doch nicht schnell genug. Ein kleiner, eleganter Sprung nach hinten und ihre Klinge zerschnitt die Luft vor ihm.
Um die Lippen des Elfen legte sich ein Lächeln, breit und leuchtend wie das erste Aufflammen eines Scheiterhaufens im Morgengrauen.
Sie blutete.
Sie zitterte.
Sie schwächelte.
So gefiel sie ihm.
Wie wunderschön.

Einen Moment lang spielte er mit dem Gedanken, sie in eine dunkle Gasse zu ziehen, den Tanz fortzusetzen, ihn zu verlangsamen, auszudehnen… in die Länge zu ziehen, bis er wirklich interessant wurde. Und ihn dann in die waagerechte zu verlegen.
Vor allem musste das Schwert weg.
Es hatte ihn genug zerkratzt.
Allain setzte sich wieder in Bewegung, leichtfüßig und verspielt. Ein paar kurze Schritte nach links, eine kleine Drehung nach rechts, ein Wiegen, ein Gleiten—
und im nächsten Moment war er an ihrer Seite.
Sein Fuß schnellte vor, präzise, fast beiläufig, und trat mit in einer geschickten Drehung, die mehr nach Tanz als nach Angriff aussah, nach ihrer Hand.
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Vyacheslav Sokolov
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Lebenslauf: Slava

Den Pfeil sag Slava nicht kommen, und selbst wenn, er hätte vermutlich keine Chance gehabt auszuweichen. Er verfügte nicht über die künstlich hochgesetzte Nervenleitgeschwindigkeit eines Hexers, auch wenn er für einen Menschen gute Reflexe hatte, aber dazu war er auch nicht ganz janug und die Reaktionszeit nahm bekanntlich im Alter ab.
All das schoss ihm tatsächlich kurz durch den Kopf - nachdem der Pfeil eingeschlagen war.
Er hatte Glück im Unglück und das Ding blieb nur im Oberschenkel stecken.
Das nächste war Schmerz.
So etwas steckte nur ein Filmheld kommentarlos weg, aber kein echter Mensch und man konnte zwar trainieren, den Schmerz zu ignorieren und weiterzumachen aber auf ein unerwartetes Schmerzereignis nicht zu reagieren, das war kaum erlernbar.
Erst einmal ließ sich Slava fallen, allein um nicht weiter ein Ziel abzugeben, vielleicht auch instinktiv als Täuschungsmanöver.
Der Schütze... oder die Schützin? Er musste zugeben, dass die Elfen manchmal kaum zu unterscheiden waren - ging bereits in Flammen auf.
Er vermutete einen der Bogenschützen seiner Leute und dankte demjenigen stumm.

Dann folgte eine Bestandsaufnahme.
Nur das Bein, keine Lebenswichtigen Organe und auch nur der Oberschenkel außen, Muskeln aber keine kritischen Blutgefäße. Auch wenn es hieß, man solle den Gegenstand stecken lassen und sich sofort in ein Krankenhaus bringen lassen - Guter Witz - Slava brach den Pfeil ab und zog ihn heraus, gefolgt von einer neuen Welle an Schmerz. Tief durchatmen. Dann band er die Wunde zu, der Saum des Hemdes musste herhalten. Ein improvisierter Druckverband war besser als nichts. Um eine Sepsis und ähnliches konnte er sich immer noch Gedanken machen wenn er all das überlebte. Vorerst war es schon hilfreich nicht zu viel Blut zu verlieren.
Aus der derzeitigen Position sah er allerdings noch etwas anderes...

Der Bogenschütze war nicht allein gekommen. Natürlich nicht.
Die anderen kamen auf ihn zu und das sicher nicht weil sie eine Versicherung verkaufen wollten.
Für den Einsatz der AK waren sie schon zu nahe, er hatte ihnen genug Zeit gegeben. Er hatte also kaum eine Wahl und rappelte sich hoch. Noch schmerzte das Bein, aber er war zuversichtlich, dass das Adrenalin gleich dafür sorgen würde dass er es vergaß.
Er hatte das Messer in der Han und griff noch nach einer Jacke oder Decke, was es genau einmal gewesen war klärte er nicht, wichtig war ihm etwas festerer Stoff. Damit konnte er Schläge fangen und sich schützen, im Moment hielt er die Klinge so, dass sie hinter dem Unterarm verborgen lag, damit stach er zu sobald die erste der Angreiferinnen - jetzt war er sich sicher, dass es überwiegend Frauen waren.
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Jakob von Nagall
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Lebenslauf: Jakob von Nagall

Trotz oder gerade wegen der Dunkelheit und des Regens, war die Situation am Tor auf den ersten Blick undurchsichtig. Die wenigen Berittenen nutzten den Überraschungsmoment und den Vorteil der Pferde, um den Stadtwachen gegen die herein drängenden Angreifer beizuspringen. Jene, die wie Liam und Jakob zu Fuß waren, rückten langsamer und geordneter vor, deckten einander die Seiten und stoppten so allmählich den Durchbruch hinter der Linie aus Pallisade und Barrikaden.
Jakobs Verstand konnte nicht mehr alles aufnehmen, was die Augen an Bildern lieferten. Das Feuer, der Tod, die zerrissenen Klumpen, die die Dunkelheit gnädig maskierte. Ab und an riss ein Blitz die Szenerie aus den Schatten und brannte das Bild grausam detailgetreu auf seine Netzhaut. Er ließ nicht zu, dass es seinen Verstand erreichte, sonst wären ihm alle Kräfte versagt und er brauchte diese in seinem Schwertarm. Seine Brust schmerzte, wo das Schwert des Elfen ihn getroffen hatte, doch das Adrenalin verdrängte allmählich jedes störende Gefühl. Inzwischen war das Schlachten und Morden wie ein steter Strom, die Hiebe und Stiche routinierte Abfolgen, wie er sie tausendfach trainiert hatte. Leben fiel wo sonst Strohpuppen alles abgefangen hatten. Die Momente verrohten ihn bereits mit jedem Schritt.
Dann waren sie an den Barrikaden, die Formation löste sich in kleinere Gruppen auf, weil der Platz nicht mehr reichte. Jakob verlor Liam aus den Augen, jatte aber Henselt an der Seite und entdeckte unweit des Tores Slava und den Elfenmagier, die sich gegen die Eindringlinge erwehrten. Eine Leiche brannte zwischen den anderen in unwirklich grünem Feuer und Jakob schloss einen Moment die Augen, um sich loszureißen. Wieder ein Fehler, wieder rettete ihn die Kette vor einer schwereren Verletzung, als ein scioa'tael einen tiefen Schlag gegen ihn führte und er ihn nur unzureichend parierte. Dafür stach Henselt den Angreifer mit einer Kaltschnäuzigkeit ab, die Jakob dem anderen Knappen niemals zugetraut hätte. In dem kurzen Moment der Ruhe packte sein Freund ihn fest am Nacken. "Ich kann dir nicht immer den Arsch retten, Jakob. Das Feuer ist mit uns!", brüllte Henselt ihn durch den Lärm an. Jakob nickte, aber war er überzeugt? War es das, was das Göttliche wollte?
Denk an das Kind in der Tür. Das Sinnbild für all die unschuldigen Seelen in dieser Stadt.
Mit neuer Energie trat er dem nächsten scioa'tael entgegen.
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ERZÄHLER
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Registriert: Samstag 6. November 2021, 15:47
Lebenslauf:

Dryaden waren eng miteinander und der Natur verbunden, ausgezeichnete Bogenschützen und gerade im unebenen Gelände kaum langsamer als auf ebener Straße. Für den Nahkampf nutzten sie kurze Klingen, was den Nachteil brachte, dass sie nahe heran kommen mussten. Als eine von ihnen zur lebenden Fackel wurde, stoppte das ihren Vormarsch kurz, denn die verzweifelten Schreie ihrer Mitstreiterin konnten niemanden kalt lassen. Sie hatte noch versucht, den brennenden Bogen fallen zu lassen, doch das Feuer haftete wie Teer an ihren Fingern, kroch über Arme und Körper, als sei sie selbst Teil des geliebten Waldes, aus dem sie gekommen waren. Und ebenso wie trockenes Holz konnte sie sich den Flammen nur einige Sekunden erwehren, bevor Panik und Schmerz alle Würde fort wischte und sie zu einer kreischenden Fackel wurde.
Den verantwortlichen Zauberer hatten die anderen schnell zwischen den Stadtwachen erspäht und während vier weiter vor rückten, änderten drei ihr Ziel. Von jenen hatten zwei weiter ihre kurzen Klingen in Händen, die Dritte zog einen Jagdbogen vom Rücken, legte einen Pfeil auf und ankerte am Ohr - den Dolch noch in einer Hand, den Zauberer fest im Visier. Dryaden fehlten selten.

Vor dem eigentlichen Ziel - dem Schützen - hatte sich ein Ritter in schwarzer Rüstung schützend aufgebaut und versenkte seine Waffe im Leib der ersten Angreiferin. Zwei weitere passierten das ungleiche Paar und attackierten Slava mit ihren schlanken Klingen von zwei Seiten. Die vierte Dryade nutzte ihre sterbende Schwester als Deckung und als Aufstiegshilfe. Sie flog heran wie eine giftige Natter, sprang ihrer Schwester in den Rücken und fand irgendwo an dieser mit den Füßen Halt, um dem Ritter mit dem ganzen Moment ihres Anlaufs den schlanken Dolch durch den Sichtschlitz des Helms ins Auge und dann ins Gehirn zu rammen. Die ganze Gruppe ging daraufhin zu Boden und nur eine sprang flink wie das Eichhörnchen, dessen Schwanz sie am Gürtel trug, wieder auf die Füße, um sich den nächsten Gerüsteten zu stellen, die ihrem Dienstherrn zu Hilfe eilen wollten.
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Vyacheslav Sokolov
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Lebenslauf: Slava

Eine Lektion bekam jeder im Messerkampf zuerst beigebracht:
Es gab keine Sieger. Nur mehr oder weniger Verletzte.

Schon die kontrollierten Übungskämpfe wirkten roh und grausam. Die Rekruten gingen mit halb scharfen Klingen aufeinander los — Lernen durch Schmerz.
Doch selbst die Zone war gegen das hier schon beinahe harmlos. Dort gab es noch immer eine bessere medizinische Versorgung, und sie war mittlerweile weit weg und in der Erinnerung verblasste der Schrecken.
Hier nicht.

Vier von ihnen stürzten sich gleichzeitig auf ihn. Wäre er gläubig gewesen und hätte Zeit gehabt, hätte er vielleicht ein Vaterunser gesprochen angesichts des nahenden Endes. Doch für beides war kein Platz. Also tat er das Einzige, das seiner Erfahrung nach half:
Weiterkämpfen.

Und genau so kam es.
Noch ehe er selbst zuschlagen konnte, trafen ihn zwei Schnitte am linken Bein. Als wollten sie ihn erst lähmen und erst danach töten. Aber sie gingen nicht tief. Schmerz. Blut. Nichts, das ihn sofort ausschaltete.
Den dritten Angriff parierte er sauber. Die vierte Kämpferin dagegen stach einen der Gardisten nieder, die ihm zu Hilfe gekommen waren.
Für Bedauern blieb keine Zeit.
Der Gedanke "Besser ihn als mich" lag näher.
Sie ging zu Boden und eine weitere sprang etwas zu vorwitzig über beide hinweg.
Gegen die schnellen, präzisen Bewegungen der Dryaden wirkte ein Mensch meist grob und schwerfällig — doch Nahkampf war immer seine Stärke gewesen. Er verbarg die Klinge hinter seinem Unterarm, ließ den Gegner herankommen. Mit der anderen Hand, in die Decke gewickelt, schlug er gegen ihren bewaffneten Arm und stach mit einer schnellen Drehung aus den Handgelenk gegen ihren Hals - durch den Gaumen in den Schädel.
Blut rann ihm über die Hand in den Ärmel, aber es war nicht seines. Gut, eine weniger.

Aus den Augenwinkeln registrierte er die Ankunft der Ritter der Flammenrose. Die Kavallerie war endlich eingetroffen.
Etwas irritierte ihn ohne dass er genau sagen konnte was es war.
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Avarion DeSpaire
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Registriert: Samstag 14. Mai 2022, 13:34
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Die Dryade starb und ihre Schreie gingen in Mark und Bein über, so das sie sich wie eine ungeliebte Erinnerung einbrennen würde, bei jenen, die noch nie jemanden beim Verbrennen erlebt hatten. Kurz wie ein Herzschlag sah er die Feuerhinrichtung auf dem Platz des Hierarchen vor seinem inneren Auge. Nein. Hier kannten fast alle die Laute, die jemand machte, dem die Haut vom Körper schmolz. Dennoch schienen die Freundin der Dryade wenig begeistert zu sein, das auf dieser Seite ein Zauberer Stand, der sich nicht an den Kodex hielt und Feuermagie schlicht nicht praktizierte. So rannten gleich zwei von Ihnen in Ions Richtung los.
Nun hieß es schnell reagieren. Er fixierte die hintere der beiden kurz und belegte sie mit einer einzigen schnellen Bewegung mit einem magischen Mal. Dann richtete er bereit seine Aufmerksamkeit auf die vordere. Noch wenige Schritte und sie hatte ihn erreicht. Er murmelte in Gedanken die Worte und führte die Hände in einem Bogen, erst zur Seite, dann nach unten und mit den Handflächen gen Himmel wieder hoch. Es sah aus, als ob er das umliegende grüne Feuer einfach wie Wasser auf schöpfte. Dann führte er die Hände blitzschnell vorm Körper zusammen, so das sich ein großer grüner, mit Blitzen durchzogener Feuerball bildete den er mit einer ebenso schnellen Bewegung von sich weg schob.
Was nun geschah wirkte beängstigend. Kaum auf seiner Flugbahn teilte sich der grüne Ball in zwei, wie eine Eizelle die sich entschieden hatte das Zwillinge doch viel geiler sind, und hielt nicht nur auf die Vordere Dryade zu, sondern auch auf die Zweite, die kurz dahinter lief.
Die dritte Dryade, die ihren Bogen gezogen hatte und auf ihn zielte, sah er erst, als der Pfeil schon die Sehne verließ. Weder seine noch Toralars Reflexe würden ausreichen um dem Geschoss noch ausweichen zu können.
Er sah den Pfeil kommen und doch traf er bevor die Information von Ion richtig verarbeitet werden konnte. Irrwitziger Weise hatte er sich noch wegdrehen wollen, doch bei dem gefassten Entschluss explodierte der Schmerz in seinem Körper riss ihn erst herum und danach zu Boden.
‚Steh auf. Du darfst nicht liegen bleiben.‘ schrie es in seinem Inneren, während er dem Schmerz eine Stimme gab. Die Geräusche um ihn herum wurden für einen langen Augenblick zu einem Rauschen und die Lichter flimmerten. Dann rückte der Schmerz in den Hintergrund. ‚Analysiere deine Situation.‘ Ion öffnete die Augen und mit dieser kleinen bewussten Bewegung kehrte er zurück ins Hier und jetzt, und damit kehrte auch der Schmerz zurück.
Mit zitternden Händen tastete er nach seiner linken Seite, unterhalb des Brustkorbs. Da steckte er. Kurz sah er an sich herunter. ‚Getroffen.‘
‚Atme. Es geht. Steh auf. Dein Herz schlägt noch. Die Gefahr ist noch nicht vorbei.‘ und er atmete.
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Liam von Alensbach
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Registriert: Montag 10. Juli 2023, 19:14
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Es hätte Liam überrascht, wenn nicht Chaos, sondern Ordnung sie erwartete. Die funktionierende Einheit der ehemaligen Ritter bahnte sich, ganz zur Zufriedenheit von Alensbach, ihren Weg in Richtung Tor. Es war beileibe kein Sonntagsspaziergang, doch sie kämpften alle so, wie es zu erwarten gewesen war. Die Deckung funktionierte, der Angriff auch. Keinen Gedanken an die Toten und Verletzten hatte er übrig, denn sein Schwertarm tanzte mit einer Leichtigkeit, die ihn einst überrascht hätte, doch heute ahnte er woher jener Durst nach Blut, nach dem Tod anderer herrührte. Anstatt sich dagegen aufzulehnen, liess Liam es zu und fand seine Aufgabe einzig und allein im Vernichten seines Feindes. Er stach, schlug und schnitt, parierte Hiebe ohne jene die ihn fanden wirklich zu bemerken. Es musste das Adrenalin sein, welches ihm den Schmerz raubte. Und noch etwas anderes.

Die Barrikaden trennte die Gruppen und mit Ihnen auch Liam von Jakob. Doch der Knappe war kein Anfänger und er hatte sich bis jetzt gut geschlagen, er würde sich erwehren können. Und er hatte Ritter an seiner Seite. Die Scoia'tael kannten keine Pause, attackierten die kleine Gruppe, die sich ihnen entgegen warf mit verbissenem Eifer. Als der kleine Trupp bezwungen war, eilten die Ritter weiter, um sich bereits der nächsten Welle zu stellen und als Liam den Blick hastig schweifen liess, da entdeckte er eine gerüstete, humanoide Gestalt, die augenscheinlich in Schwierigkeiten steckte. Ihr Gegner schien die Oberhand gewonnen zu haben und so wie er sich bewegte erkannte er einen verdammt guten Kämpfer. Liam erkannte durch den strömenden Regen keine Details, doch er brauchte es auch nicht. Sein Gefühl brüllte ihn an, dass er der wandelnden Rüstung zur Seite stehen musste. Die flinken Bewegungen ihres Gegners, der gewitzt wie ein Vogel in der Luft um sie herum tanzte, war Zeuge davon, wie gefährlich der kommende Kampf sein würde. Von Alensbach hegte keinen Gedanken daran, dass auch er durch die Klinge dieses Feindes fallen könnte. Er wollte einzig und allein dessen Blut auf seiner Klinge glänzen sehen.

Sich auf leisen Sohlen anzuschleichen war nicht die Vorgehensweise der Ritter, hätte die Rüstung dies sowieso verhindert und so rannte Liam, der auf dem Weg dorthin noch einen Scoia'tael von den Beinen hieb, der unbekannten Pandora zu Hilfe.
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Pandora
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Registriert: Dienstag 23. Mai 2023, 20:45
Lebenslauf: Pan

Ba-Bumm. Ba-Bumm.
Puls in den Ohren. Im Hals. Im Kopf.
Ba-Bumm. Ba-Bumm.
Sie kam sich elend langsam vor, während ihr Gegner um sie herum flitzte wie ein Eichhörnchen. Ihre Bewegungen waren wie verklebt, der Verlauf der Zeit wie ein zähes Ringen im jede Sekunde. Jordans Atem pfiff, ihr Puls drückte ihr Blut überall hin, wo es besser nicht sein sollte. Und dieses squirrel huschte schon wieder um sie herum.
Ba-Bumm. Ba-Bumm.
Jordans gestresstes Hirn sammelte Nonsens und spuckte diesen wahllos in ihre Gedanken. Eichhörnchen - scheiße, wieso nannten die sich so? Der Teufel ist ein Eichhörnchen. Und hatte spitze Ohren. Ob er auch einen buschigen Schwanz hatte?
'Schon müde, Private? Arschlecken, hoch mit dir! Los, los, los! Vorwärts, sonst ficken dich die scheiß Schlitzaugen! Und vorher fick ich dich! Mach schon!', brüllte ihr alter Drillsearg über das Rauschen ihres Blutes. Ein Knie wollte nachgeben. Sie verlagerte das Gewicht, blinzelte Schweiß aus ihren Wimpern.
Der Tritt gegen ihre Hand sandte neue Wellen des Schmerzes durch ihren Körper, aber sie ließ den Schwertgriff nicht los. Presste ein Grunzen durch ihre fest aufeinander gebissenen Zähne. Sie hatte sich den Blechstreifen genauso verdient wie diese kack Rüstung, beides schwer wie Blei, aber hart erkämpft. Sie klammerte sich mit ihrem Stolz daran.
Der Impuls des Trittes drehte Jordan etwas ein und sie nutzte die Drehung ihres Körpers, um direkt wieder zurück zu schnellen, den Ellenbogen des Schwertarms hoch zu reißen und diesen mit einem teils wütenden, teils von Schmerz induzierten Aufschrei in die Fresse ihres gar nicht putzigen Nagetierfeindes zu rammen. Wo er schon so nett war, auf Schlagdistanz an sie ran zu kommen. Die Bewegung war wie ein Reißen in ihrem Innersten, aber Aufgeben war noch nie eine Option für Pandora gewesen und Durchhaltevermögen hatte sie in ihrem Leben schon genug bewiesen. Ihr Körper erinnerte sich auch daran. Hormone und Willen hielten sie zusammen. Und auf den Beinen.
Ba-Bumm. Ba-Bumm.
'Schon müde, Private?'
'Oh ja, verdammt müde.'
'Pandora, heute fliegen wir nicht, klar?'
'Peach? Was machst du hier?'

Schweiß in den Augen. Lidschlag. Ihr Kopf schwamm.
Konzentrieren.
Wo war der Saftbraten? Hoffentlich hatte sie ihm wenigstens die Nase gebrochen, damit er aufhörte so dämlich zu grinsen.
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Raul Cengiz
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Registriert: Sonntag 21. August 2022, 23:42
Lebenslauf: Raul Czengis

Es hatte etwas gedauert, bis er es zum Tor geschaffte hatte. Zuvor hatte er die Ankunft eines Nilfgarder Schiffes am Hafen beobachtet und sich an vereinzelten Eichhörnchen vorbeigekämpft ehe er am Epizentrum des Überfalles angekommen war - Buchstäblich in der Bugwelle eines Trosses an Rittern der Flammenrose.
Sowohl seine leichte Rüstung als auch sein Schwert hatten zu dem Zeitpunkt schon eine Menge Blut gesehen, seine Handschuhe zeugten davon, dass ihm auch schon Gegner deutlich näher gekommen waren.

Nun hatte er inmitten des Chaos den Mann ausgemacht, den zu schützen er geschworen hatte. Auch wenn er gerade nicht wirkte als wäre Schutz vonnöten, einen Kampfgefährten konnte man immer brauchen. Er legte sich gerade mit einer Handvoll Eichhörnchen an, eines ließ gerade sein Leben, drei waren noch übrig.
Ohne lange zu zögern stürzte er sich auf das nächste,
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ERZÄHLER
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Registriert: Samstag 6. November 2021, 15:47
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Wer je Geschichten aus dem Brokilon gehört hatte, der wusste, dass mit Dryaden nicht zu spaßen war. Innerhalb eines Streifens am Rande ihres Waldes war jeder unerwünschte Besucher so gut wie tot, zwischen den Bäumen waren sie Schatten. Geschickte Jägerinnen und gefürchtete Kriegerinnen. Hier war zwar kein Wald, aber ihr Geschick hatten sie durchaus mitgebracht. Eine nutzte die Deckung ihrer Schwester, um Slava ihren Dolch durch alle Stofflagen ins Fleisch zu treiben, dann folgte sie einem siebten Sinn und wirbelte herum, um den neu hinzu kommenden Kämpfer abzufangen und mit ihm - Raul - die Klingne zu kreuzen. Ihre beiden Schwestern setzten derweil dem eigentlich Ziel weiter zu, wenn sie auch an seiner Technik immer wieder abprallten.

Die beiden flammenden Kugeln kamen weniger unerwartet als das erste Feuer, dass ihre Schwester versengt hatte, und doch erwischte es beide. Die vordere Angreiferin verlor alles Haar, ihre Kleider schmorten, ihr Schwert musste sie fallen lassen, weil die Hitze ihr die Handfläche verbrannte. Die zweite hatte mehr Glück, wich dem Feuer teilweise aus und wurde nur auf einer Seite versengt. Während die vordere noch mit dem Schmerz rang, rannte die zweite einfach weiter.
Hinter beiden, fest veranktert in ihrem Stand, legte die Bogenschützin einen weiteren Pfeil auf und ließ ihn von der Sehne schnellen.
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