Nowigrad - Gildorf - eine kleine unauffällige Wohnung

Einst war Nowigrad ein Teil Redanien, lange Zeit konnte die größte Stadt der Welt und zweifelsohne auch die reichste den Status einer freien Handelsstadt halten, nach den letzten Kriegen aber ist sie wieder mehr oder weniger inoffiziellen zur Hauptstadt der freien Nordländer, vor allem Redaniens geworden seit Dijkstra als Regent von hier aus die Fäden zieht.
Als Heimat des Kults des Ewigen Feuers hat in der Stadt allerdings auch das Wort des Hierarchen Gewicht.
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PortalWächter
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Hier wurde Cyron zunächst provisorisch von Slava untergebracht - aber nichts ist bekanntlich so dauerhaft wie ein Provisorium.
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Cyron
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Für Elurin brachen anstrengende Zeiten heran. Zumindest in dieser Nacht.
Der Elf, dem er als ‚Assistent‘ zur Seite gestellt worden war stellte sich als überaus anstrengende Person heraus, wobei der Reisende eine väterliche und sehr schulmeisterliche Art an den Tag legte.
Irgendetwas zwischen bewundernswert und nervtötend.
Das blonde Spitzohr kniete sich in das Erlernen der neuen Sprache mit voller Kraft hinein. Mit einer schier unerschöpflichen Energie und einer unglaublichen Menge an Konzentration. Und eben dies erwartete er auch von Elurin.
Unermüdlich ließ er sich Dinge vorlesen, erklären, wiederholte, schrieb mit kleiner, präziser Schrift die Entsprechung auf, ließ sich abermals vorlesen, wiederholte, wiederholte und wiederholte.
Und er sang. Und damit war nicht die Aussprache des Elfen gemeint, deren Sätze ohnehin immer klangen, als wären sie gesungen. Er sang tatsächlich, ließ sich von Elurin Kinderlieder beibringen oder erdichtete aus den erlernten Textbrocken selber kleine Reime und sang diese mit einfachen, eingängigen Melodien ein.
Und diese Art des Lernens funktionierte nicht nur für Cyron gut. Auch Elurin stellte fest, dass die Methoden des Elfen erstaunlich schnell fruchtete.
Auch der Feuereifer des Elfen war ansteckend. Bis weit nach Mitternacht half Elurin, übersetzte und sang sogar spätestens nach der zweiten Wiederholung einer Strophe mit. Doch der Feuereifer hatte seinen Preis. Irgendwann holte den jungen Mann dann die Müdigkeit mit Gewalt ein. Wie er ins das Bett gelangte, dass eigentlich für den Elfen bestimmt war wusste er nicht.
Als er bis an die Nasenspitze zugedeckt erwachte, tasteten sich bereits die ersten Strahlen der Morgensonne durch die staubige Luft in dem kleinen Zimmer. Es war erstaunlich ruhig, einzig tiefe, regelmäßige Atemzüge teilten die Stille.
Der Elf schlief ebenso. Über einem Buch gebeugt lag er mit dem Oberkörper auf dem Tisch, den Kopf in die Armbeuge gebettet. Und schlief. Tief und fest.
Was für eine eigenartige Person.
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Cyron
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Kaum hatte Elurin die Decke zurückgeschlagen und die Beine über die Bettkante geschoben, erwachte auch der Elf.
Irgendetwas von einem schiefen Geweih murmelnd richtete er sich auf, griff sich in den Nacken, stöhnte leise.
„Guten Morgen mein Junge.“, grüßte er seinen Assistenten. In der Gemeinsprache!
Cyron fühlte sich leicht verkatert. Und verspannt. Aber das würde sich geben, wenn er sich etwas bewegte. Dieser Körper verkraftete das. Er würde schnell wieder fit sein.
Noch steif stand der Elf auf und drehte den Oberkörper mit langsamen Bewegungen in der Hüfte so weit er konnte nach links, nach rechts, wieder nach links.
Lockerungsübungen.
„Raus aus den Federn. Wir haben zu tun.“, flötete er, nun wieder in der älteren Rede. „Denkst du, Herr Faron empfängt uns heute? Nach dem Frühstück selbstverständlich.“
Er hatte Hunger. Riesigen Hunger. Und er ahnte auch warum. Wenn er die Energie für die Zauber nicht aus der Umgebung ziehen konnte, kam es genau da her. Nahrung. Lästig, aber machbar.
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ERZÄHLER
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Der junge Elf machte einiges mit mit diesem Auftrag. Aber es war gute Arbeit, besser als er sich bisher hatte erhoffen können.
Einem wie ihm blieb in der Regel nicht viel als eine Karriere als Dieb oder solange er jung genug war die Bordelle. Dass ihn nun dieser Merkwürdige Mensch in seine Dienst genommen hatte war ein Glücksfall gewesen, auch wenn er immer noch ein wenig angst vor dem Mann hatte. Er galt als kaltblütig und was fast noch schlimmer war, als Freund von Männern. Zunächst hatte er angst gehabt er müsse ihm anders zu diensten sein, doch es stellte sich heraus, dass er ihn nur als Beobachter brauchte. Er brachte ihm interessante Dinge bei, wie man beobachtete ohne selbst gesehen zu werden und wie man Berichte schrieb. vieles kam ihm fremd und unnötig vor, aber er war froh, dass er Geld dafür bekam und dass er sich damit ein Dach über dem Kopf leisten konnte, saubere Kleidung und dass er nicht stehlen musste oder sich verkaufen. Auch wenn er die Angst nicht ganz los wurde, dass sein neuer Herr das doch noch eines Tages verlangen würde.
Dass er jetzt rund um die Uhr auf den Tuchhändler aufzupassen hatte der nciht mehr er selbst war war... exotisch, aber auch wenn es ihn manchmal langweilte, trotzdem, er war durchaus ein Glückspilz.
Also rannte er nun los um seinen Chef zu holen. Er wußte wo der wohnte, ob er um diese Zeit bereits bereit war mitzukommen... nun er würde es sehen...
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Vyacheslav Sokolov
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von/nach: zu Hause >> Cyrons Quartier
Datum: früher Morgen 30. Juli 1278
betrifft: Cyron, Elurin
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Sie erreichten Cyrons Wohnung weniger als eine Stunde später. Das Haus, in dem man ihn untergebracht hatte lag unweit von Slavas Wohnung, nicht einmal 10 Minuten zu fuß. er hatte sich allerdings Zeit gelassen beim Anziehen, trug nun eher unauffällige zivile Kleidung statt des Uniformartigen Gehrockes.
Seine Laune war verhältnismäßig gut als er bei Cyron eintraf.
Man hatte dem Elfen schon Frühstück gebracht, reichlich, als die Wachen, die mehr oder minder zu dessen Schutz abkommandiert waren wortlos einem Besucher öffneten.
Auch in zivil musste Slava sich nicht mehr vor ihnen ausweisen, sie wussten wer er war und stellten keine Fragen mehr.
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Cyron
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Schon bevor Slava die Wohnung betrat wusste er, dass sein seltsamer Gast „zuhause“ war.
Es war zu hören. Weit hin zu hören, denn der Elf sang. Elurin wunderte es nicht. Er kannte die Art, wie Cyron eine Sprache lernte bereits.
Der Gesang war recht passabel anzuhören, nur an mancher Stelle wirkte es…bizarr.
Es war schwer den Finger darauf zu legen. Die Gesangsstimme war ganz passabel, aber oft schien es, als würde der Elf versuchen tiefer zu singen als er konnte, die Töne länger zu halten als die Luft es hergab, Oktaven anzuschlagen die einfach nicht saßen.
Nicht wirklich schlecht, aber von schön weit entfernt.

Als Elurin für Slava die Tür öffnete, stand der Elf tatsächlich mitten im Raum und ließ den letzten Ton verklingen, als jemand hereinkam. Nun…eigentlich verwandelte sich die Stimme eher in ein Krächzen, überschlug sich und soff ab wie ein abgewürgter Motor.
Cyron räusperte sich und verbeugte sich leicht. Er war gewaschen und gekämmt, trug aber immer noch die Kleidung vom Vortag.
„Guten Morgen Herr Faron.“ Gemeinsprache! Fehlerfrei, aber mit dem singenden Akzent der Elfen. Damit konnte man leben. Das würde nicht großartig auffallen in dieser Welt.
„Ich hoffe ihr habt wohl geruht?“ Abermals Gemeinsprache. Der Elf war ein Angeber - so viel war klar - und darauf aus zu beeindrucken. Ob nun sich selber, oder seinen Gastgeber war nicht ersichtlich.

„Ihr erklärtet gestern, dass ich meine magischen Übungen besser in einem kontrollierbaren Rahmen abhalten sollte.“ Hierfür reichte die Gemeinsprache nicht. Cyron hatte in seine Muttersprache gewechselt. Was für ein Glück, dass dies hier verstanden wurde.
Ich hätte da eine Bitte. Der Zugang zu den Heilzaubern hat sich mir noch nicht erschlossen. Zum Licht war einfacher. Als nächstes würde ich gerne erproben, ob ich Zugang zum Schatten erlangen kann.“, platze er heraus. Er fieberte geradezu darauf, es zu probieren.
Jahrtausende hatte er keinen Tag ohne den Zugang zur Magie erlebt. Dass er die letzten Jahre – zu einem eigenen Wohl - künstlich davon fern gehalten wurde verdrängte er geflissentlich.
Dieser Körper würde das durchhalten. Er musste nur rausfinden, woher er die Energie nahm.
„Ich weiß, ihr sucht noch einen Lehrmeister für mich, trotzdem drängt es mich es zumindest zu versuchen.“ Er gestikulierte lebhaft mit den Händen, befeuchtete die Lippen. Jetzt kam das große Aber. Ein Aber, dass vielleicht das Ausschlusskriterium für seine Versuche gründete. Cyron hoffte in diesem Falle auf die Neugier seines Gastgebers.
„Schattenzauber können sehr zerstörerisch wirken. Sollte ich dazu Zugang bekommen bräuchte ich eine Möglichkeit, die kanalisierte Energie abzugeben. Ein abgelegener Wald oder ein unbeobachteter See vielleicht. Irgendetwas, dass bei einer Erschütterung nicht gleich einstürzt.“
Oft genug hatte er Löcher in Wände gesprengt die groß genug waren ein Pferd mit Reiter durchzulassen um zu wissen wovon er sprach. Aber das musste er seinem Gastgeber ja nicht gleich auf die Nase binden.
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Vyacheslav Sokolov
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Dieses Mal tat Slava Cyron den Gefallen und zeigte sich beeindruckt. Er hob die Augenbrauen lächelte, grinste dann. "Respekt."
Dann setzte er sich an den Tisch, er bewegte sich deutlich geschmeidiger als noch am Vortag und lümmelte sich nun auf den Stuhl wo er tags zuvor noch relativ steif gesessen hätte. Vielleicht lag es auch daran, dass er vielleicht aus einem Instinkt heraus etwas legerere Kleidung gewählt hatte. Das und seine Haltung ließen jetzt wieder eher an einen Hafenarbeiter denken als an einen Offizier.
"Ich habe hervorragend geschlafen, wohl dank eurer Behandlung, Meister Cyron." antwortete auch Slava in der Gemeinsprache, aber etwas langsamer als er sonst sprach, dennoch vereinfachte er den Satzbau nicht, er heilt selbst nichts davon mit Ausländern in zu einfachen Sätzen zu sprechen, das schliff nur Fehler ein. Und tatsächlich war es ihm auch nicht fremd, Sprachen über Musik zu lernen. Aud diese Weise hatte auch er sich sämtliche Fremdsprachen angeeignet, auch wenn es nicht immer einfach gewesen war gefällige Musik zu finden, vor allem beim Finnischen hatte er sich etwas schwer getan.
Dennoch war sein Gehör nicht das Musikalischste, und bei Cyrons Gesang fielen ihm nicht unbedingt Misstöne auf, er war Rock und Punkrock und Metal gewöhnt, viel schlimmer konnte es wohl nicht kommen - glaubte man seinen Eltern, die gregorianische Gesänge bevorzugten und klassische Musik, wiederum ein Desaster für ihn.
Er begannen mit einem Messer zu spielen, das noch am Tisch lag, er drehte es zwischen den Fingern und es umrundeten in 8er Schleifen jeden Finger vom Daumen bis zum kleinen Finger und zurück, erst links dann rechts. Eine Fingerübung die er sich irgendwann einmal angewöhnt hatte, nachdem man ihm die Mittelhandknochen zertrümmerrt hatte und es darum hing die Beweglichkeit der Hand wiederherzustellen, für einen Schützen in der Zone überlebenswichtig. Aber nun war er schon lange nicht mehr entspannt genug gewesen um es fehlerfrei hinzubekommen.

Ein Wald also. Er überlegte, erwog ob nicht ein Keller doch besser wäre, vielleicht die Kanalisation? Doch er hatte keine Ahnung, was geschehen konnte. Also sollte es ein Wald sein.
Es waren nicht die Schattenzauber, die Slava schockierten, wenn er ehrlich war waren es sogar genau die, auf die er es abgesehen hatte, wenn der Elf dazu loyal genug war. Noch drehte sich das Messer.
"Ich weiß eine Stelle, wir werden reiten müssen, aber zunächst..." er winkte Elurin hinaus, und dann auch die Wachen. Für alle genügte eine Geste.
"Zunächst gibt es zwei Dinge zu klären."
Er legte das Messer hin, es sollte keine Drohung sein und er dachte rechtzeitig daran, wie es wirken konnte.
"Genaugenommen ist es noch zu früh, diese Frage zu stellen, aber ich habe immer schon mehr auf meinen Instinkt gehört... Ehe wir reiten... muss ich wissen, ob ihr mir vertraut, im Ernstfall? Und... was denkt ihr ist meine Funktion... hier? ...in der Stadt?"
Was er ihm sagen wollte hätte in seiner Welt Hochverrate bedeutet, hier... er hatte die wenigen Gesetze, die es dazu gab gelesen und wusste wie weit er gehen konnte, sehr gut sogar.
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Cyron
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Meister.
Das ging runter wie Öl. Seine korrekten Titel konnte er sich hier ohnehin dorthin stecken, wohin die Sonne nicht schien. Wer wusste schon, ob es den Titel Igumen hier überhaupt gab. Und auch den Botschafter konnte er sich sicherlich schenken.
Meister war mehr als in Ordnung. Und er kannte noch jemanden, dem dieser Titel durchaus zusagen würde. WENN er überhaupt hier war.
Bevor er sich in wenns und abers verlor, konzentrierte er sich lieber auf das Gespräch.
Seinem Patienten ging es sichtlich besser. Auch wenn die Behandlung bisher nur an den Symptomen herumdokterte, war er doch sehr froh, wenigstens diesen kleinen Erfolg erreicht zu haben.
Sogar ein Kompliment bekam er. Der ohnehin lange Lulatsch wuchs tatsächlich noch einige Millimeter, lächelnd wie immer und mit funkelnden grauen Augen.
Und dann der Stimmungsumschwung. Kein oberflächliches Plaudern mehr. Es ging zur Sache.
Cyron trat näher, verschränkte die Hände im Rücken, neigte das Haupt leicht. Dass sein Gastgeber das Messer weglegte beruhigte ihn tatsächlich, wenngleich er sich nicht durch die Klinge bedroht fühlte, durch die Geste aber schon.
„Vertrauen?“ Caron sprach leiser, war aber trotzdem gut zu verstehen.
„Ich bin fremd hier und ihr habt mich aufgenommen ohne zu wissen, was und wer ich bin.“
Der Elf sah den Menschen durchdringend an. „Nein.“, gab er ehrlich zu. „Ich vertraue euch nicht. Aber ich stehe tief in eurer Schuld. Und wenn ihr mich hiermit nach meiner Loyalität fragen wollt, so kann ich euch derer versichern. Ich bin ein Mann von Ehre. Und ich gebe euch mein Wort, euch nicht zu hintergehen. Niemals.“ Um die Worte zu unterstreichen, legte er die rechte Hand auf die linke Brust.
„Eure Funktion.“ Cyron zog die Stirn kraus. „Ihr seid es gewohnt, Befehle zu geben und ebenso gewohnt, dass diese sofort und ohne Rückfragen befolgt werden. Ihr seid euch eurer Macht sicher und zeigt keine Unsicherheit. Da ihr aber auch Befehle zu befolgen habt würde ich sagen, eure Rolle ist die des Stellvertreters. Der Nummer zwei von…irgendetwas militärischem.“
Der Elf sah den Menschen durchdringend an. Prüfend, abschätzig.
„Ihr wirkt nicht, als sei euch diese Rolle in den Schoß gefallen. Kein Erbe. Kein Prinz. Ihr habt euch eure Stellung mit eurer Gesundheit erkauft.“
Sein Blick fiel auf den Siegelring an Slavas Finger, dann auf seinen. Eine Ahnung beschlich ihn, doch eher er sie zu packen bekam, entrann sie ihm.

„Wie dicht bin ich dran?“ Cyron grinste, offensichtlich überzeugt, nahe genug zu sein.
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Vyacheslav Sokolov
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Slava lächelte.
"Ihr seid dicht dran, wenn ihr auch nicht alles erfassen könnt. Aber dicht genug. Ich bin vielleicht die Nummer zwei, dieser Stadt, vielleicht auch die Nummer 3 oder 4... und wenn dies die größte Stadt dieser Welt ist... Ich bin hier der Berater des Regenten und leite für ihn das Amt für Informationsgewinnung. Ich habe mir meine Leviten aber in einer anderen Welt verdient und mir auch dort die Gesundheit ruiniert... dort war ich nur ein kleiner Fisch in einem gigantischen Teich... hier ist der Teich vergleichsweise winzig, deshalb bin ich jetzt wohl einer der größeren Fische. Und ja, ich bin es gewohnt... dass man meinen Befehlen Folge leistet auch wenn sie im ersten Moment absurd sind. Vielleicht meine magische Fähigkeit, ein besonderer Instinkt. Ich bin übrigens Vyacheslav Sokolov... Gwain Faron... den Namen gab mir Jarel. Mehr werde ich dazu auch nicht sagen, es ist so schon kompliziert genug... Auf jeden Fall... bis ich begreife wie die Portale funktionieren, werde ich mein Wissen und meine Fähigkeiten einsetzen um diese Stadt zu schützen, und mein Instinkt sagt mir, dass noch einiges geschehen wird, dass sämtliche Loyalität hart auf die Probe stellen kann. Eure Fähigkeiten... ich werde euch helfen und alles daran setzen, dass ihr sie wieder einsetzen könnt, die hellen wie die dunklen. Vielleicht kann ich sogar von euch lernen." ...da stand er nun, zwischen der Magie des Lichts und der der Dunkelheit. Und vielleicht fiel in dem Moment ein Rubelstück in seinem Kopf. Was wenn auch die Welt aus den Romanen der Wächter des Tages und der Nacht irgendwo existierten? Wenn das ein Abbild seiner Welt war, wie sie sich unter dem Einfluss von Magie entwickelt hätte? Woher zogen die ihre Kraft? Oder war sogar der Autor ein Reisender?
Kurz rieselte es ihm eiskalt über den Rücken. Oder der Oberst war doch wahnsinnig geworden.
"Wir werden etwas versuchen, vielleicht kann ich euch doch helfen, vielleicht falsifiziere ich damit auch nur eine Theorie."
Der Moment ging vorbei und er hatte sich wieder gefasst.
"...und was ihr sagtet... eure Fähigkeiten, in den Gedanken der Menschen herumzuschnüffeln... Ich will, dass ihr das wieder lernt. Und ich will, dass ihr dann mit mir trainiert, ich will lernen, wie ich mich dem widersetzen kann... Deshalb muss ich sicher sein, dass ihr mir vertrauen könnt und ich euch. Soweit es eben für dieses Unterfangen nötig sein wird."
Er wollte, dass jemand wie der Hexer sein Blues Wunder erlebte, sollte er es wieder mit einem seiner Zeichen versuchen, oder jeder andere magisch begabte... und sei es dass es die Kontroller aus der Zone hierher schafften, auch das war nicht ausgeschlossen.
"Ich werde dafür... und das schwöre ich bei diesem Ring... wenn ihr mir loyal bleibt es auch zu euch sein."
Der Ring, den Jarel ihm gab, und der auch für Cyron Bedeutung hatte.
Er wusste auch dass er Verbündete brauchen würde... Vielleicht hatte Jarel recht und Dijkstra hielt ihm nur die Treue solange er ihm nützte, aber das konnte er voraussehen und dann würde er seine eigenen Verbündeten haben. Ein wenig pathetisch mochte das jetzt klingen, aber da war etwas in seinem Hinterkopf, dass ihn genau auf diese Spur brachte, früher waren das diese fixen Ideen gewesen über die seine Kameraden in der Zone mit den Augen gerollt hatten, angenommen hatten, sie wären aus dem Drogenrausch geboren oder aus schlimmerem, dabei hatte er nur die feinen Fäden gesehen, die das Geflecht dieser Welt zusammenhielten und begonnen daran zu zupfen und wenn er sah was sich am Ende bewegte konnte er lernen darauf zu spielen wie auf einem Instrument.
Es war bei weitem nicht mehr was es in der Zone gewesen war, kein genaues Bild, aber etwas war zurück gekehrt... vielleicht war es auch nie weg gewesen.
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Cyron
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Cyron starrte Slava einen Moment an.
Jetzt wurde ein Bild daraus. Gwain Faron. Sein Gastgeber trug Jarels Ring. Und es war kompliziert genug.
Fast hätte der Elf aufgelacht. Dass Menschen immer so ein Drama um ihre Sexualität machen mussten…
Cyron senkte kurz den Blick. Dachte nach.
„Ihr wollt, dass ich euch beibringe, euch gegen die Gedankenkontrolle zu wehren.“, stellte er leise fest.
„Wenn mir dies möglich ist, werde ich mein Bestes geben. Das setzt aber auch voraus, dass ein gewisses magisches Potential in euch schlummert. Oder aber eine unglaubliche Willensstärke. Auf eines von beiden kann ich dann aufbauen. Wobei die magische Abwehr um einiges effizienter ist.“
Der Elf lehnte sich an die Tischkante, verschränkte die Arme, überlegte.
Es vergingen lange Sekunden, bis er den Blick wieder hob.
„Ich würde euch gern…sagen wir prüfen.“ Er schluckte. Ob es ihm überhaupt gelingen würde, war fraglich. Dazu musste er auf die Schatten zurückgreifen. Ob sie ihm gehorchen würden wie das Licht?
„Erlaubt ihr das?“
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Vyacheslav Sokolov
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Dass der Elf nun die Puzzlestück zusammensetzen konnte zu einem Bild, damit hatte er kalkuliert, auch damit, was dieses Bild zeigte. Er wollte es selbst nicht aussprechen, zuviel daran macht ihm noch Angst, wie die Frage was geschehen würde, sollte er die Portale unter seine Kontrolle bekommen. Aber das stand auf einem anderen Blatt. Vorerst aber musste er ihn darauf vorbereiten, denn ihm war auch klar, was bei einem Training wie er er wollte geschehen konnte.
Und Cyron fasste noch einmal zusammen, was er geäußert hatte.
Zwei Bedingungen gab es dafür... Willensstärke oder magisches Talent.
Nun war es an Slava zu überlegen. An seiner Willensstärke zweifelte er nicht, die wähnte er seine größte Stärke, dagegen war er überzeugt, dass er frei war von magischem Talent.
"Meine Willensstärke ist geschult. Des Grund weswegen ich diese Bitte äußere ist der, dass ich bereits mit Wesen zu tun hatte, die sich des Willens bemächtigt haben. Ich habe meine eigene Abwehr entwickelt, diese kann ich gerne demonstrieren, allerdings war ich gegen die Beeinflussung durch einen Hexer wehrlos, des will ich das nächste mal begegnen können. Prüft also, ihr habt meine Erlaubnis."
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