Die 9 Leben eines Katers

Die Schlacht in der Dämmerung, der Kampf um Nowigrad, Äquinoktiumskrieg, Equinox Inferno, das Blutäquinoktium - später werden die Ereignisse rund um den 28. September 1278 unterschiedlich benannt und noch unterschiedlicher wiedergegeben, je nachdem Auf welcher Seite der Barde stand oder welchen Aspekt er betonen will - und noch lange Jahre später werden die Ereignisse dieses Tages in Balladen aufgeführt und als Beispiel herangezogen. Für sehr vieles...
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Reuven von Sorokin
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Lebenslauf: Reuven

Datum: am frühen Abend - 28. September 1278
Betrifft: dann ggf. Rey
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Die Tage gingen ein und aus und zogen einer nach dem anderen vorüber. Der Hexer tat währenddessen was Hexer so tun.
Er lebte nach wie vor in der Krypta auf dem Friedhof, das war bequem, kostete nichts und er war weitestgehend ungestört. Er hatte zwischendurch zwei kleinere Aufträge angenommen, eigentlich drei, aber bei einem waren sie sich eben über die Bezahlung einig geworden, da gestand der Sohn der Familie, dass er das Brot und das Obst gestohlen und Krümel verteilt hatte und vorzugaukeln dass es ein Gnom gewesen war, er hatte sich einen Gnom als Freund gewünscht... und man solle ihn nun bitte nicht an die Hexer verkaufen.
Schade, der Lohn wäre gut gewesen, aber den Jungen wollte er dann doch nicht haben.
Er hatte dankend abgelehnt und war gegangen.
Das andere waren ein paar Nekker und eine junge Krabspinne gewesen, vermutlich hatte sie sich verirrt. Aber man konnte nie wissen ob nicht auch noch der Rest des Stammes auftauchte.

Einmal hatte er gedacht, er hätte Dimitar gesehen und das hatte ihm seltsamerweise einen Schrecken eingejagt. Er hatte, so seltsam das auch war, ein wenig das Gefühl, die Stadt wäre doch etwas wohin er gehörte. Und wo sein alter Lehrer auftauchte gab es Ärger. Er erinnerte sich zwar grob daran, dass das einmal anders gewesen war, aber das war lange her.

An einem der Tage wurde der Hexer aus dem Schlaf gerissen, einfach weil sein Amulett nicht mehr aufhörte zu vibrieren. Selbst wenn er es hätte ignorieren wollen, er hätte keine Chance gehabt. Es fing langsam an und steigerte sich bis er mit dem Amulett hätte sägen können.
Und wäre nur eine Spur an Erfindergeist in dem Hexer gewesen, vielleicht hätte er in diesem Moment die Magieinduzierte Stichsäge erfunden. Aber so blieb der Kontinent noch für eine Weile davon verschont.
Draußen stürmte es und er war klug genug nicht überhastet aus der Krypta zu rennen. Er zog sich zuerst vollständig an, inklusive der Rüstung. Schnallte sich die Schwerter um und rüstete sich sogar mit einigen Tränken aus. Standarddinge wie Schneesturm, Mariborwald, Waldkauz, Schwalbe, Petris Zaubertrank und goldenen Pirol für hinterher. Er nahm nicht an, dass das Vampire waren, aber es näherte sich eine Woge an Magie, so konnte man es am besten beschreiben.
Erst als er sich sicher war, dass er vorbereitet war schlich er aus der Krypta, sah sich aufmerksam um...
Zu sehen war nichts... noch nicht. Er verschloss die Krypta sorgfältig wieder und machte sich dann auf in Richtung der Stadt, da sah er sie, die Reiter der Apokalypse, die wilde Jagd.
Aber er ahnte schon, dass es nur ein Trugbild war. So blöd war er nicht... allerdings dachte er nicht einen Moment daran sich genauer umzusehen und so entging ihm vollkommen wer die Welle an Magie vor sich her schob.
Und dann war er damit beschäftigt, dass das Tor Nachts für ihn Nachts genauso verschlossen war wie für alle anderen.

Und dann wurde der Hexer Zeuge wie ein Pfeil einen Wachmann von der Mauer holte... und es dauerte eine halbe Ewigkeit, bis der Alarm ausgelöst wurde...
Das machte die Sache nicht besser.
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Reuven von Sorokin
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Lebenslauf: Reuven

Die Frage, wie er durch das Tor kommen würde, beantwortete sich knallauf Fall von selbst.
Es knallte, und das Tor fiel.
Mit einer merkwürdigen Mischung aus Unglauben und Faszination an der Zerstörung sah er zu, wie das massive Gebäude barst und dann in sich zusammenfiel.
Was auch immer es zum Einsturz gebracht hatte, wurde jedoch fast sofort unwichtig, denn was nun kam, hätte auch aus einem Lehrfilm... Buch für Hexer stammen können. Ein seltenes und als ausgerottet geltendes Monster nach dem anderen stapfte durch die Ruine. Oger… ausgestorben. Riesen… nur noch auf Skellige heimisch… und war das ein Vran? Es fehlten nur noch Bobulaks. Wo hatte diese Verrückte all das Getier nur her?
Und Horden von Elfen…
Einen Moment zögerte er. Beide Richtungen schienen gerade in diesem Moment eine schlechte Idee, jedenfalls verglichen mit der noch halbwegs sicheren Position an der Stadtmauer. Bis…
Ja, bis die Stadt das serrikanische Feuer losließ.
Oder war das noch vor dem Fall des Tores gewesen?
So richtig klar wurde es ihm erst jetzt, was da vor und neben ihm brannte.
Und alles ging so schnell – hinterher würde er die Reihenfolge komplett durcheinanderbringen, wenn man ihn danach fragte.
Letztlich entschied er sich dafür, seinen Weg in die Stadt fortzusetzen. Durch das zerstörte Tor war das vergleichsweise einfach.
Dachte er.
Anfangs fiel er im Getümmel kaum auf, aber die Silhouette eines Hexers mit den zwei Schwertern auf dem Rücken war einfach zu charakteristisch. Viel zu schnell wurde man auf ihn aufmerksam.
Viel, viel zu schnell.
Und sie reagierten auch verflucht schnell, fast als tanzten sie eine einstudierte Choreographie.
Nun war der Hexer kein schlechter Kämpfer, ganz im Gegenteil. Er war selbst schnell in der Reaktion und virtuos mit der Klinge. Aber …
Schon beim ersten Angriff verließ ihn vollständig das Glück, und beim nächsten kam auch noch Pech dazu. Seine Klinge verhakte sich bei einer Parade und verbiss sich in der gegnerischen Klinge, sodass er sie für den nächsten Schlag nicht dort hatte, wo er sie sich vorgestellt hatte. Er wich dem Schlag nur noch sehr knapp aus, nur um direkt in einen anderen zu rennen. Der traf ihn mit der ganzen Wut des Angreifers mit voller Wucht in den Rücken.
Zum Glück trug er die Lederrüstung, und noch größer war das Glück, dass derjenige, der sie beim Spiel verloren hatte, etwas in seinen Schutz investiert hatte. An den wichtigsten Stellen waren Eisenplatten zwischen die Lederschichten gelegt, einer leichten Brigantine ähnlich, so auch im Rücken.
Nun klaffte die oberste Lederschicht, und das Metall darunter hatte eine Delle, die unangenehm in den Rücken drückte.
Später würde er sehen, dass es eine Axt gewesen sein musste, die ihn da erwischt hatte. Eine große, schwere Axt mit sehr schartigem Blatt.
Er stolperte allerdings unter der Wucht einige Schritte vorwärts, rollte einmal ab, überlebte und entkam schließlich.
Nur um …
Dem übergroßen Kater praktisch vor die Klinge zu laufen.
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Reynegh
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In Reyneghs empfindlichen Ohren klingelte noch der Lärm dieser Waffe, die ihn und sein Kommando empfangen und so empfindlich dezimiert hatte. Er hatte nur den Vran noch auf der anderen Seite im Dunkel verschwinden sehen, sonst war dieser erste Ansturm gefallen. Doch ihm war auch klar gewesen, dass die Spitze eines Sturms auf das Tor ein ehrenvoller, wenn auch gefährlicher Ort war und das es Tote geben würde. Ein paar weniger hatte er erhofft, doch ihm bleib keine Zeit für Bedauern. Er selbst lebte. Ereyadar war ihm gewogen und er würde weiter die Ehre seiner Blutlinie verteidigen, so lange noch Atem in ihm war. Und wenn er im Kampf sterben sollte, dann ging er als großer Krieger in die eisigen Hallen der Schlangengöttin, um dort auf ewig mit ihr zu feiern. Der Tod war nur ein weiterer Schritt auf dem Pfad seines Schicksals. Er bedauerte nur, keine Nachkommen gezeugt zu haben, die seine ruhmvolle Geschichte erzählen würden. Denn so viele verschiedene Rassen er hier inzwischen auch kennengelernt hatte, niemand war wie er. Naramianer waren diesem Land fremd. Man fürchtete ihn nicht wegen seiner Kriegskunst oder der Macht eines Anführers, dem er folgte - man fürchtete ihn, weil er anders war. Fremd aussah. Irrational. Reynegh machte zwar kaum einen Unterschied - hauptsache man begegnete ihm demütig - aber trotzdem war etwas anders. Die Furcht sorgte dafür, dass man jagd auf ihn machen ließ und an diesem Punkt war es vorbei mit seiner Duldsamkeit.
Niemand jagte ungestraft einen rys wie ein Tier. Und die, die ihn jagen sollten, waren...
"Hexer."
Die Laute aus der Kehle des Naramianers waren Knurren und Fauchen zugleich, die Bedeutung dahinter hallte unvermittelt in Reuvens Kopf. Eine tiefe, samtene Stimme, die in ihrer Ruhe so gar nicht zu den gebleckten Fängen passen wollte. Die Gabe der Göttin ließ das Monster für jeden in einer für ihn verständlichen Sprache sprechen. Meist die Muttersprache, seltener eine zur zweiten Muttersprache gewordene Fremdsprache.
Reynegh blinzelte und zögerte den entscheidenden Moment. "Du!", stieß er aus, als er den Hexer erkannte, der um ein Haar seine Herrin getötet hätte. Dann holte er zu einem Schlag aus, der das Menschlein in zwei Teile hätte teilen sollen, aber dieser war gewarnt. Au0erdem tobte dieses Laute Ding wieder los und ließ Reyneghs Ohren erneut schmerzhaft klingeln. Er drehte sie dicht an den Kopf, fasste das Heft um und ging ein weiteres Mal auf den Hexer los.
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Reuven von Sorokin
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Die telepathische Kommunikation des Katzenwesens erschreckte Reuven ein um's andere Mal. Er war es gewohnt in seinem Kopf allein zu sein. Weitestgehend. nun die fauchende Stimme dieses fremden Wesens zu hören war ungewohnt und vor allem unangenehm.
Und wenn er im gesprochenen Wort gerne einmal Untertöne überhörte, so gelang ihm das bei der Stimme in seinem Kopf nicht und Abscheu klang nur zu deutlich aus jeder der beiden Silben dieses Wortes.
Und auch noch einmal aus dem Personalpronomen.
Den schnellen Hieb seines Kontrahenten parierte er allerdings souverän - mutmaßte aber bereits, dass das nur eine Finte war. Er douplierte über die gegnerische Klinge hinweg und setzte zu einem Schlag gegen den Kopf des Gegners an.
Der aber blockte nur um gleich durchzuwechseln und seinerseits einen Hieb zu platzieren, der Reuven schmerzhaft auf die Finger traf. Kein tödlicher Hieb aber äußerst schmerzhaft und blutige Knöchel machen das Schwert glitschig.
Nichts desto Trotz nahm er den Schwung des Angriffs mit, ließ die Klinge einmal hinter seinem Rücken kreisen und um seinen Gegner zu verwirren folgte statt eines Oberhaus ein tiefer Schwinger des Katers der Prompt das Bein der großen Katze traf.
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Reynegh
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Der Treffer forderte Blut und Reynegh brüllte vor Wut und Schmerz. Er machte einen Ausfallschritt zur Seite, die großen Krallen seiner Hinterläufe schabten über das Pflaster, als er Halt suchte, weil das andere Bein weg knicken wollte. Doch so schnell ließ sich ein naramianischer Krieger nicht in die Knie zwingen. Er gehörte zur Elite seines Volkes, hatte unzählige Schlachten geschlagen und Prüfungen bestanden. Hatte bewiesen, dass er aus härterem Holz geschnitzt war, als seine Kontrahenten. Mit purem Willen zwang er sich wieder in einen festen Stand und zog die ohnehin abwärts weisende Klinge überraschend auf- und seitwärts, dem Hexer ein hübsches Äquivalent der eigenen Verwundung über den linken Oberschenkel zeichnend. Der Geruch des Blutes weckte sofort die wilden Instinkte des Naramianers, was den Schmerz unterdrückte und seine Hiebe vielleicht weniger ausgefeilt, dafür umso heftiger ausfallen ließ.
Aus der Aufwärtsbewegung heraus drehte er die Klinge, griff sie wieder mit beiden Händen und hieb von oben herab mit der Kraft des wilden Tiers, dass einen Teil seiner Natur ausmachte, auf den Hexer ein.
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Reuven von Sorokin
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Der Kater war schnell, verflucht schnell.
Das mußte der Hexer bei aller aktuellen Feindschaft mit Respekt anerkennen.
Über Geschwindigkeiten der Nervenleitungen machte sich der Katzenhexer allerdings keine Gedanken, über sein Bein nunmehr schon. Und über seine Schulter... Fuck.
Wie schnell schlug dieses Biest zu?
Er hatte kaum parieren können da hatte er zwei Treffer kassiert. Am Bein und an der Schulter.
Das Pflaster war glitschig und der Hexer hatte keine Krallen. Seine Stiefel waren gut, darauf legte er Wert. Aber nicht so gut. Er hatte etwas Schwierigkeiten schnell auszuweichen, so war es eher Glück, dass der zweite Hieb zwar an der Schulterplatte abrutschte, sich dennoch verfing, an der nur mit Leder gepolsterten Stelle am Nacken, das forderte keinen Blutzoll, schmerzte aber und vermutlich war etwas verbogen und drücke nun zusätzlich auf den Muskel.
Der Treffer zuvor am Bein aber war dramatischer. Es war ausgeglitten und der Hieb hatte im Oberschenkel sein Ziel gefunden. Er verlor Blut und das schränkte seine Wendigkeit enorm ein. Er hatte jedoch etwas Abstand gewonnen, atmete kurz durch.
Er wäre wohl schon längst kein Hexer mehr wenn er hier schon schlapp gemacht hätte.
Er begann die nächste Attacke mit einer Finte, führte den ersten Twechhau nicht ganz aus, setzte mit einem zweiten sehr tief nach. Vorbildlich, wie er es gelernt hatte. Schritt nach außen, Schritt zurück, um den Gegner herum, ein peitenschenartiger Schlag aus der Schulter und mit der Linken am Griff noch etwas Kraft nachgelegt um den Hebel zu nutzen.
Der Hieb unterlief die Parade des Katers und an dessen Konter vorbei und traf seinen Unterarm, wie aus dem Lehrbuch. Dann setzte er einen Flügelhau nach, direkt ins Zentrum, das nun frei war von einem störenden Schwert das den Hieb noch hätte blocken können.
Die Abfolge lief so schön, dass er fast nicht glauben konnte, dass es wirklich klappen würde... Nicht bei seinem Glück.
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Reynegh
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Ereyadar war die Göttin der Unterwelt, des Eises und des Nebels. Sie war halb Frau, halb Schlange, so erzählten die Geschichten und ihre übernatürliche Schönheit lässt jeden zu ihrem Sklaven werden, der sie erblickt. Die Windungen ihres schwarz geschuppten Schlangenleibs aber, zermalmen Fleisch und Knochen, zereiben die Körper derer, die zu ihr kommen und ihre Seelen fügen sich in den Nebel ein, der ihr Reich verhüllt. Bis sie eines Tages weiter reisen dürfen, hin in den Eispalast der Göttin, wo sie je nach Erfolg in ihrem sterblichen Leben als Diener oder Herr weiter lebten. Allein die Göttin entschied, welche Seele alsdann weiter ziehen und einen neuen Naramianer beleben würde.
Was würde aus ihm?
Schon als er die erste Parade ausführen wollte und zu spät erkannte, dass er einer Finte aufgesessen war, begriff der Krieger, dass sein Weg hier enden würde. Die Klinge des Hexers biss in seiner Unterarme, durchtrennte die ledernen Armpanzer als seien sie Papier und zerteilten Muskeln und Sehnen. Der große Zweihänder entglitt den augenblicklich taub werdenden Fingern. dann war die Entscheidung sehr einfach. Verstümmelt zu leben war keine Option, den Hexer noch mit Klauen und Zähnen mit in den Tod reißen blieb keine Zeit. Also konnte er dem Tod nur mutig in die Augen blicken und sich ihm als wahrer Krieger stellen, tapfer und aufrecht. Statt also auszuweichen, weiter zu parieren oder sogar zu flüchten, breitete Reynegh die Arme aus, um den Todesstoß zu empfangen, wie es einem rys zur Ehre gereichte. Seine volle Höhe überragte den Hexer deutlich, dennoch würde dessen Schwert ihm Schädel und Nacken spalten, bis es an der Brustplatte zum Stillstand kam.
"Ein guter Kampf, Hexer.", konnte dieser in seinem Kopf naohhallen hören, zufrieden und ruhig, ja dankbar. Sein letzter Gedanke war ein Bedauern. Niemand hier kannte die richtigen Bestattungsriten. Seine Seele würde auf ewig herumirren und niemals in einen seiner Verwandten der Zukunft einkehren. Niemand würde Lieder über ihn singen.
Dann fiel Reynegh morwa y Philereo e Llacome kelahiran a rys und niemand würde sich seiner je als großen Krieger erinnern.
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Reuven von Sorokin
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Lebenslauf: Reuven

Es ging zu schnell als dass Reuven noch hätte inne halten können. Sein Stahlschwert zog durch.
In seiner Erinnerung hallten die Worte wieder. "Ein guter Kampf, Hexer." Aber da blickte er schon auf den fallenden Körper.
Einen Moment hielt er innen, irritiert davon, dass sich sein Gegner nicht mehr gewehrt hatte.
Vielleicht würde sich der Hexer daran erinnern, wenn er nach all dem noch am Leben war.
Und vielleicht würde es Lieder geben über den Kampf der beiden Kater und vielleicht würden diese den Kampf viel epischer darstellen als er tatsächlich gewesen war, länger, verbissener, heroischer.
Das war irgendwie zu kurz gewesen.
Einen Moment sah er sich um.
Aber dazu war kaum Zeit, nur seinen Reflexen war es zu verdanken, dass er dem Pfeil entging.
Er musste schnell verschwinden und das tat er auch.
Noch einen Blick warf er dem toten Kater zu, nickte ihm zum Abschied zu und verschwand in der Dunkelheit. ER brauchte irgendetwas um weiter kämpfen zu können, einen Trank oder wenigstens etwas um die schmerzende Wunde am Bein zu versorgen, aber dann würde er weiter die Stadt verteidigen, nicht aus Überzeugung sondern weil er jetzt einfach keine Wahl mehr hatte.

<geht dann woanders hier weiter>
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Jarel Moore
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Lebenslauf: Jarel

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vom: Meliteletempel
Datum: ca. 22:00 Uhr, 28. Spetember 1278, Dienstag
betrifft: Reuven
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Als der Schattenläufer im Zentrum des Getümmels ankam, klebte seine Lederrüstung vor Blut, und er hatte die Dolche schon seit ein paar Straßenzügen nicht mehr eingesteckt.
Warum auch, brandeten ihm die Gegner doch entgegen wie Wellen an den Strand. Und selbst wenn sie sich nicht einzeln in seine Klinge warfen, sondern tatsächlich einmal den Verstand hatten, sich ihm gemeinsam zu stellen, fand seine Klinge doch immer ihren Weg dorthin, wohin er sie haben wollte.
Und das war bevorzugt die Lunge seiner Opfer, denn die Schreie schmerzten seine Ohren mehr als die wenigen Schnitte und Prellungen, die er auf dem Weg hierher kassiert hatte.

Da waren Schura und der Vran schon eine ganz andere Klasse an Gefahr gewesen.
Schura…
Den hier zu finden würde definitiv ein schwieriges – vielleicht sogar unmögliches – Unterfangen werden.

Zumindest kam er gut voran und wurde nur dann gesehen, wenn er es wollte.
Oder wenn es zu spät war.
Der Platz war voll, laut und chaotisch, es stank nach Blut, Scheiße und verbranntem Fleisch - verflucht gut bekannt. Der Gestank des Krieges.
Und irgendwo, tief unter all dem, lag etwas Vertrautes darin. Etwas, das ihn nicht abstieß, sondern ihm den Weg wies.
Mehr als einen Kämpfer sah er durch die Hand der eigenen Leute fallen, einfach weil es schwierig war, in der Hitze des Gefechts Freund und Feind zu unterscheiden. Oder weil ein hinterhältiger Gegner den einen in die Schusslinie des anderen geschoben hatte.
Kurz huschten Jarels Mundwinkel hoch. Das dämliche Gesicht des Eichhörnchens war zu köstlich gewesen, als es erkannte, in wen es gerade seine Klinge versenkt hatte.
Und dem Schrei nach zu urteilen nicht irgendein beliebiger Mitstreiter, sondern ein persönlich Bekannter. Oder sogar mehr.
Dies war besser als der Kampf gegen Schura, denn hier kämpfte er nicht gegen Windmühlen, er mähte Halme. Er wusste, er sollte sein Gewissen anrufen, sich darauf besinnen, dass er ein guter Mensch sein wollte.

Aber…
Sein Körper funktionierte, die Schatten standen ihm bei, seine Klinge fand ihr Ziel wie von ganz allein.

War das Reuven? Ja. Den Hexer hatte er gefunden.
Und so leuchtete in den Augen des Mannes, der jetzt vor Reuven auftauchte, etwas, das in dieser Situation nicht sein sollte:
Freude.
„Gefunden“, brummte Jarel, zog das Tuch vom Gesicht, um sich zu erkennen zu geben, und ging auf Reuven zu.
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Reuven von Sorokin
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Nach seinem Kampf mit dem Kater hatte der Katzenhexer kurz erwogen einen Abstecher zum Krankenhaus zu machen, doch der Strom an Verwundeten und die nachstürmenden Eichhörnchen überzeugten ihn alsbald eines besseren.
So schwer hatte es ihn nicht erwischt, befand er und entschied, statt dessen eine Schwalbe zu trinken und den Verwundeten den Rückzug zu sichern.
Hätte er vielleicht gleich tun sollen.

Die Elfen kämpften gut, hatten aber die unangenehme Eigenart, erst auf ihn zu schießen ehe es an den Nahkampf ging, und so schlug er erst Pfeile aus der Luft bis er sich zu den Gegner durchkämpfen konnte.
Meist waren die Bogenschützen dann ihm Nahkampf nicht mehr ganz so stark, doch das eine oder andere Mal stand er Elfen gegenüber, die nicht ganz so leicht klein zu kriegen waren. Wie viele es waren zählte er nicht mehr, solange niemand die Verletzten auf ihrem Weg attackierte war er zufrieden.
Irgendwann ebbte der Strom der Verfolger ab, der der Verwundeten jedoch nicht.
Das zog ihn unweigerlich wieder zurück zum Tor...
„Gefunden“
Beinahe hätte er dem Sprecher auch direkt das Schwert über den Scheitel gezogen, rechtzeitig erkennte er ihn aber. Den Flammenrosenritter, der wohl keiner mehr war. Soviel hatte sich auch bis zu ihm herumgesprochen.
"Warum gefunden?"
Hatte der ihn gesucht? Und wozu?
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Jarel Moore
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„Novka schickt mich“, erklärte der Schattenläufer und betrachtete den Hexer genauer.
Die schwarzen Adern um die düsteren Augen waren beeindruckend. Äußerst beeindruckend.
Nicht, dass er so etwas nicht schon einmal gesehen hätte… aber Reuven… stand es.

„Es geht um Schura. Eines von Slavas Spielzeugen. Entweder ist er übergelaufen, oder jemand pfuscht in seinem Verstand herum. Ich denke Zweiteres. Er hat uns angegriffen.“
Jarel atmete durch, wandte kurz den Kopf und spähte nach hinten.
Sowohl mich als auch Novka. Und er hat es verdammt ernst gemeint.“
Der Schwarzhaarige trat seitlich neben den Hexer und hob die Dolche in seine typische Kampfstellung. Es war nur eine Frage der Zeit – Minuten, vielleicht Sekunden – bis jemand sie als Gegner auserkor.

„Ich hab versucht, ihn zu retten. War ein Kampf gegen Windmühlen. Vielleicht schaffen wir es gemeinsam, wenn wir ihn finden.“
Im Grunde war es kompletter Wahnsinn, in diesem Getümmel eine einzelne Person zu suchen, während sie eigentlich die Stadt und ihre Bewohner verteidigen sollten.
Aber er hatte es Valeska versprochen.
Und nachdem er Jakob so enttäuscht hatte…
Jarel zog kurz die Luft ein.

Es lag ihm nicht, um Hilfe zu bitten. Noch weniger ihn.
So bescheuert es klingt…“
Er ließ den Satz einen Moment stehen, als würde sich gleich selbst wiedersprechen.
Tat er nicht.
„Hilfst du mir, ihn zu suchen?“
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Reuven von Sorokin
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Reuven steckte das Schwert weg, bislang hatte er es in der Hand gehalten.
Vorher strich er das Blut an seiner Hose ab, dort mischte sich bereits so manches, sein Blut, das von Elfen, Zwergen und Menschen und einem Katzenwesen.
Es war letztlich auch schon egal.
Über Krankheiten, die über den direkten Kontakt mit Blut übertragen wurden machte sich im Krieg niemand Gedanken und ein Hexer schon zweimal nicht.

Er hörte die Worte des anderen. Ja, Schura kannte er.
Man konnte förmlich sehen wie in ihm etwas wie Empathie mit dem Pragmatismus des Hexers rang.
Er war nun einmal eine effiziente Kampfmaschiene, genau für so etwas geschaffen... Also weshalb sollte er nun von hier weggehen nur um einen Menschen zu suchen?
Dagegen stand es, nur ein einziges Leben zu retten, aber eines, das Valeska wichtig war.
Familie.
Erst dann sickerten Bemerkungen wie 'angegriffen' und 'im Verstand herumgepfuscht' durch sein Adrenalingetränktes Hirn in seine unbewusste Aufmerksamkeit.
"Fuck."
Die Hexe.
"Gehen wir."
War die einzige Bestätigung.
"Wo zuletzt?"
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Jarel Moore
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Mit knappen, fast abgehackten Worten beschrieb der Schattenläufer den Ort, an dem er Schura zuletzt begegnet war, erwähnte auch die ‚Unterstützung‘ durch die Echse.
Eher unbewusst bewegte er dabei prüfend Schulter und Arm. Es zwackte noch, die Hand kribbelte, aber sie war wieder beweglich.
Dann kam ihm eine schräge Idee. Seine eigene Fähigkeit, ein Ziel über den Geruchssinn zu verfolgen, war ihm verloren gegangen. Mit welchen Sinnen machten die Hexer das?
„Hast du eine Möglichkeit, eine Person innerhalb dieses riesigen Scheißhaufens zu verfolgen? Magisch oder so?“
Weiter kam er nicht. Er spürte es eher, als dass er es sah. Und noch vor kurzem hätte er es lange… laaange vorher gespürt. Jemand hatte sie ins Visier genommen und näherte sich.
Er sagte nichts, doch sein Habitus sprach Bände. Er hob die Hände, zog die Schultern hoch, kniff die Augen zusammen und wirkte plötzlich wie ein Bolzen auf einer gespannten Armbrust.
Mehr noch: Ein leiser, knurriger Laut entwich ihm.
Sollte er im Schatten verschwinden? Nein. Der Feind hatte sie gesehen. Sie bereits gewählt.
Und damit war der Schatten keine Option mehr.
Und außerdem…
er hatte gerade nichts dagegen, seine Klingen in Fleisch zu versenken.
Ganz und gar nicht.
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Reuven von Sorokin
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Reuven nickte, auch wenn er nicht genau wusste, was der Mensch meinte, aber da hörte auch er schon die Schritte mehrerer Personen, die sich näherten. Zu leise für die Garde und überhaupt für alle Menschen, die er auf Seiten der Stadt erlebt hatte. Es blieben nur Eichhörnchen, Elfen oder andere auf deren Seiten die es gewohnt waren, sich lautlos zu bewegen und die weiche Schuhe mit genähten Ledersohlen ohne Nägel trugen.
"Magisch...? Nein. Nur herkömmlich... äh... Geruch, Geräusche und sowas."
Apropos...
Der andere schien sie auch bemerkt zu haben.
"Sie umzingeln uns..."
Sie waren noch außer Sichtweite, aber er konnte ihre Taktik erraten.

Und dann griffen sie auch schon an, sie hatten sich nicht viel Zeit gelassen, waren sie doch klar in der Überzahl und wollten den beiden Männern keine Zeit lassen sich zu sammeln oder irgendeinen anderen Vorteil zu erlangen.

Zwei Männer in den bunten Farben der Scoia'tael und mit kurzen Hiebmessern bewaffnet, stürzten sich auf Jarel. Sie attackierten gleichzeitig, so dass es fast nur möglich war, auf einen zu reagieren. Doch dem Schattenläufer gelang das Kunststück.
Der folgenden Attacke wich auch nur einer der beiden schnall genug aus, der zweite kassierte einen Schnitt durch das bunte Wams bis auf die Haut, doch es war nur ein Schnitt nicht tödlich.

Die anderen beiden nahmen den Hexer ins Visier, gleiche Taktik und weil auch die beiden Gruppen gleichzeitig agierten konnte keine aus den Fehler der anderen lernen. Auch der Hexer parierte beide aus, den einen unterlief er, kassierte dabei zwar schein Schnitt über die Schulter, doch den stoppte die Schulterplatte. den Zweiten parierte Reuven mit einem improvisierten Schielhau und auch wenn er auf den Hals gezielt hatte, er traf den Arm, dafür schnitt seine Klinge so tief ins Fleisch des jungen Mannes, dass er seinen Arm vermutlich nicht wieder würde einsetzen können, selbst wenn er überlebte.

Doch die beiden hatten noch lange nicht genug.
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Jarel Moore
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Die beiden Kerle in den bunten Lederfetzen waren immerhin schlau genug, gleichzeitig anzugreifen, doch der erste Angriff war unkoordiniert und die beiden leicht zu durchschauen.
Der Schattenläufer tänzelte beide aus, ließ den Stich seitlich an sich vorbei ins Leere gehen, hatte aber nicht genug Zeit, dem vorbeitänzelnden Gegner eine Klinge zwischen die Schulterblätter zu verpassen, denn das zweite Eichhörnchen wollte ihm ebenso an den Kragen.
Doch auch hier wich Jarel aus.
Bevor er jedoch seinerseits angriff, zupfte er mit zwei Fingern flink das Stück schwarze Seide hoch bis über die Nase. Nicht, weil er seine Identität verbergen wollte, sondern damit niemand sah, was sich unter dem glatten, kühlen Stoff verbarg.
Ein Lächeln.
Jetzt galt es, die beiden näher kennenzulernen. Ihre Stärken… ihre Schwächen…
Er setzte nach, ein schneller Schritt, die Klinge flach geführt, zielte unter den Arm des ersten Gegners, dorthin, wo Leder und Fleisch sich nicht ganz einig waren, doch das Eichhörnchen reagierte schneller als erwartet, drehte den Oberkörper weg, fing den Stoß mit dem Unterarm ab und zwang Jarels Hand nach außen, sodass die Klinge nur Stoff riss und ins Leere glitt.
So dumm waren die beiden nicht. Und auch nicht ungeschickt.
Er würde sich in Acht nehmen müssen. Und der Zweite?
Der nutzte genau diesen Moment, ging aggressiver vor, enger, suchte nicht die saubere Klinge, sondern den Körperkontakt, band Jarels linken Arm, drängte ihn einen Schritt zurück, und als der Schattenläufer konterte, kurz, hart, direkt auf die Kehle zielend, drehte sich der Gegner mit, fing die Bewegung ab, schlug gegen sein Handgelenk und riss die Linie der Attacke auseinander.
Der Griff brach.
Jarels Dolch löste sich, schoss ihm aus der Hand und flog in einem sauberen, beinahe eleganten Bogen davon, bevor er irgendwo im Lärm des Pflasters verschwand.
Damit hatte er nicht gerechnet.
Nein… niemals.
War er so aus der Übung? Oder lag es daran, dass sein rechter Arm noch immer zum Teil taub war?
Keine Zeit, sich zu ärgern. Keine Zeit, nachzudenken.
Zeit zu handeln.
Zum Glück hatte er noch einen Dolch in Reserve.
Oder auch zwei.
Oder mehr.
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Reuven von Sorokin
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Die Mistkerle waren verflucht schnell, selbst für einen Hexer. Auch Reuven kassierte Schnitte über die Arme und als er sich aus einem Angriff herausdrehte schien einer der beiden das geahnt zu haben und der Hexer drehte sich geradewegs in den Angriff. Die Klinge schnitt unterhalb der Brustplatte durch den Stoff über die Haut. Nur ein Kratzer, aber für seinen Geschmack kamen diese Eichhörnchen viel zu nahe.
Er brachte sich mit einem schnellen Schritt aus der Kampfdistanz, kurz durchatmen, lange würden sie ihm nicht lassen um sich zu sammeln.
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Scheiße ja. Würdige Gegner auf jeden Fall. Der erste wich so schnell aus, dass die Klinge des Schattenläufers nur dem Ärmel am Unterarm ein neues Lüftungsloch verpasste.
Und während das erste Eichhörnchen drei Schritte zurücktrat, um sich zu sortieren, warf Jarel seinem Mitstreiter einen prüfenden Blick zu.
Reuven war Hexer. Und auch er hatte zu kämpfen.
Ging das mit rechten Dingen zu?
War da Magie am Werk?
Mit zwei kurzen Sprüngen war der Schattenläufer beim zweiten Eichhörnchen, zielte auf die Brust, stach zu – doch auch hier lief es nicht wie gewünscht.
Er traf.
Es floss Blut.
Doch mehr als ein Kratzer war es nicht.
Kacke…
Das sollte eine Sache von Momenten sein. Sekunden. Und nun stellten sich die Eichhörnchen als gleichwertige Gegner heraus – und der Kampf als echte Herausforderung.
Jarel wurde wütend.
So sollte das nicht laufen.
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Reuven von Sorokin
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Lebenslauf: Reuven

Wieder einer der beiden traf den Hexer, an der Schulter dieses mal und er selbst hatte kaum eine Chance einen Treffer zu laden. Den zweiten Hieb parierte er souverän, aber er wurde den Eindruck nicht los, dass die beiden auch hier zusammenarbeiteten. Einer ließ sich ausparieren und der andere landete einen Treffer. Zwei Gegner waren aber auch eine dumme Situation, auch für den erfahrensten Kämpfer.
Jarel ein Stück entfernt hatte ähnliche Schwierigkeiten.
Kurz spielte der Hexer mit dem Gedanken noch einen weiteren Trank einzuwerfen, einen Schneesturm oder...
Irgendwie hatte er vollkommen vergessen, dass er ja auch Zeichen einsetzen konnte.
Mit einem eher ungelenken Aard gelang es ihm, wieder ein wenig Distanz zwischen sich und die beiden Kämpfer zu bringen, aber mehr auch nicht. Und auch das eher weil sie gesehen hatten, dass er Magie einsetzte und deshalb auf Distanz blieben - nicht weil das Zeichen seine Wirkung zeigte.
Es war wie verhext... Aber vielleicht war es genau das. Sein Medaillon hatte nicht wirklich aufgehört zu vibrieren, wer konnte schon wissen was die Hexe alles einsetzte.
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Jarel Moore
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Beiträge: 1190
Registriert: Freitag 25. März 2022, 23:06
Lebenslauf: Jarel

Aus dem Augenwinkel nahm der Schattenläufer wahr, dass auch der Hexer Schwierigkeiten mit seinem Gegner hatte.
Ein Hexer!
Schwierigkeiten!
Mit einem Humanoiden!!!
Das waren nicht einmal Monster…
Das konnte doch alles nicht wahr sein.
Von einer aufkeimenden Wut getrieben riskierte Jarel etwas, das man bei einem solchen Gegner vielleicht besser bleiben ließ. Oder auch nicht.
Er überkreuzte beide Arme vor der Brust, spannte sich und warf beide Dolche, die er in den Händen hielt, beinahe gleichzeitig auf seine Gegner – getragen von Wut und einem Hauch Verzweiflung.
Tatsächlich traf eine Klinge genau so, wie der Schattenläufer es geplant hatte. Dorthin, wo kein Leder mehr schützte und jeder Atemzug durch musste.
Einen Moment starrte das Eichhörnchen auf den Griff des Dolches, der mittig vor seinem Körper, exakt in der Kehlgrube steckte.
Der Getroffene fischte reflexartig nach dem Griff, doch statt eines Schreis kam nur ein röchelndes, feuchtes Keuchen zwischen seinen Lippen hervor. Er schwankte, wollte einen ausgleichenden Schritt machen, doch seine Knie gaben nach, und er landete mit schmerzverzerrtem Gesicht erst auf dem Hintern, bevor er in Zeitlupe nach hinten kippte.
Zu Jarels Erstaunen war es nicht die Klinge seiner favorisierten Hand – der rechten –, die ihr Ziel gefunden hatte, sondern die der linken. Der anderen war der Gegner tatsächlich ausgewichen, sie hatte nur das Leder am Oberarm des Ziels zerteilt und ihm knapp unter der Schulter einen tiefen Schnitt ins Fleisch verpasst.
In den Augen des Schattenläufers meilenweit daneben.
Nun… mit etwas Glück hatte er noch mehr Versuche. Mehr Dolche hatte er auf jeden Fall, denn die nächsten beiden hielt er bereits in den Händen und bereitete sich darauf vor, dass der verbliebene Gegner seinen gefallenen Kumpel rächen wollte.
Sollte ruhig kommen.
Angespannt bewegte Jarel sich leicht seitlich, um kein starres Ziel zu bieten.
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Reuven von Sorokin
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Lebenslauf: Reuven

Ein Eichhörnchen fiel durch ein Messer des Schattenläufers - das konnte der Hexer an der peripherie wahrnehmen.
Dieses mal ging auch der Hexer besonnener vor.
Einmal tief durchatmen dann ein erneuter Angriff. Er begann direkt mit einer Schrittfinte und der Kämpfer kaufte sie ihm ab. Ob er nun angenommen hatte dass der Hexer dazu bereits zu erschöpfte war oder zu wütend, jedenfalls rechnete er wohl nicht damit und rannte ihm direkt in den an sich simplen Oberhau, der nur dank eines angetäuschten Schrittes nicht von rechts sondern von links kam.
Er war vielleicht nicht tot aber er würde es in Kürze sein.
Jedenfalls stand er nicht mehr auf.
Der zweite wich aus, aber so knapp, dass Reuven ihm ein igni hinterherschickte. Der Mann war so nahe, dass er sofort Feuer fing, Auch der würde nicht mehr kämpfen, er rannte und versuchte sich zu löschen, griff vergeblich nach einem Eimer etwas entfernt, aber der war leer.
Emotionslos sah Reuven ihm noch einen Moment nach, dann wurde sein Blick von dem letzten verbliebenen Eichhörnchen gefangen, der startete einen weiteren Angriff dem der Mensch aber auswich.
Fast entspannt und mit einer 'ich hab schon alles im Griff, sag's wenn ich helfen soll' Mine stand er bereit um notfalls beizuspringen.
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